Zum Wasser hüpfen

31 Grad im Schatten, die Sonne brennt gnadenlos vom strahlend blauen Himmel, der Schweiß rinnt in Strömen. “Zeit für eine Abkühlung“, sagt Nathan Toogood und grinst. Der 19-jährige Australier hilft seit ein paar Wochen freiwillig im Waisenhaus mit. Morgens unterrichtet er in einer benachbarten Schule, nachmittags kommt er ins MiRO, um mit den Kindern zu spielen - und ihnen Schwimmen beizubringen. Heute hat er wieder einmal Unterstützung von Lindsey Bogachus aus den USA und Eve Mallon aus England, die ebenfalls im Heim regelmäßig mithelfen. 

“Auf zum Schwimmen”, ruft Eve und alle Kinder jubeln, rennen ins Haus und ziehen ihre Badesachen an. Jeder weiß, was zu tun ist, je schneller alles gepackt ist, desto schneller beginnt der Badespass. Anna, Bob und Sarah helfen den kleinen Kindern ihre Schuhe anzuziehen. Cathrin (5) stopft Handtücher in einen Plastikbeutel, in Windeseile ist jeder fertig und saust zum Tor. “Schnell, eine Reihe bilden”, kommandiert Anna und sortiert ihre kleinen Brüder und Schwestern der Größe nach.
 Los geht’s: Hand in Hand trotten die Kinder im Gänsemarsch über die staubigen Wege. Vorbei an winzigen Wellblechhütten, in denen Menschen alles Mögliche verkaufen: Bananen, kleine Öfen, Töpfe, Handys. Eine der Mini-Hütten ist beißend grün angestrichen, in neongelber Schrift prangt “Salon” über dem Eingang, der von einer Gardine verhangen ist. Im Innern ist nur Platz für einen Stuhl. Darauf sitzt eine Frau, die von der Frisörsalonbesitzerin die Haare geflochten bekommt.

Nach zehn Minuten Fußmarsch kommt Isaac (5) lächelnd auf mich zugerannt. Er hält etwas in seinen Händen - ich habe Angst, dass es eine “Buibui“, eine Spinne sein könnte. Ist es nicht. Es sind gelbe, winzig kleine Blumenblüten, die der kleine Mann am Wegesrand gepflückt hat. “Für dich”, sagt er, schüttet sie mir vorsichtig in meine Hand und rennt lachend zu Paulo(5), dem er sogleich wild gestikulierend erläutert, was er mir geschenkt hat. Eine einsame Kuh kreuzt unseren Weg. Helles Singen zu unserer Linken. In einer grossen Halle wird Kirche abgehalten. Auf dem von Steinen übersäten Boden der Wellblechhalle sind bunte Plastikstühle aufgereiht. Etwa 30 Gläubige recken die Hände nach oben und singen . Einige tanzen. Der Pastor trägt einen braunen Hosenanzug, geht von einem zum andern und berührt die Köpfe der Menschen. Dabei ruft er laut “ lobet den Herrn” in ein Mikro. Die MiRO-Kinder kennen das Lied, stimmen lauthals mit ein und laufen tanzend und hüpfend weiter. Auch ich huepfe ein bisschen, was mir mit Lea auf dem Arm nicht so richtig leicht faellt.

Im Freibad ist nicht viel los. Nur wenige können sich den Eintritt von rund einem Euro pro Kopf leisten. Wobei nur die bezahlen müssen, die auch wirklich ins Wasser gehen. Die kleinen Miro-Kinder, die nicht schwimmen, spielen fröhlich auf der angrenzenden Wiese Fussball, oder legen sich einfach ins Gras und erzählen sich etwas.

“Nadine! Angalia! (Nadine, schau mal“)“, rufen die Schwimmer ausgelassen und zeigen mir, was sie alles gelernt haben, seit meinem letzten Besuch. Isaac ist stolz, dass er seinen Kopf ein paar Sekunden unter Wasser halten kann. Junior (auch Samuel genannt) springt vom Beckenrand ins Wasser. Bob und Anna können schon einige Meter schwimmen. Und auch Sarah zeigt sich recht lernbegierig, als Lindsey ihr im 25-Meter-Becken die richtige Kopfhaltung erklärt. Alle lachen, haben riesigen Spass. Und dabei wissen, sie noch gar nicht, dass es morgen noch besser wird. Dann geht’s nämlich an den Strand :)  (siehe Fotogalerie unten)

Help for MiRO e.V.

Spendenkonto:

 

Help for MiRO e.V.

Sparkasse Marburg -Biedenkopf

BLZ: 533 500 00

Kontonummer: 100072

IBAN: 

DE275335000000001000 72

 

BIC: HELADEF1MAR

 

MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.