Hunde retteten sein Leben

Mehr tot als lebendig war Baby Jacob, als man ihn auf einem Feld fand. Direkt nach seiner Geburt hatte seine Mutter versucht, den Säugling zu erwürgen. Als sie ihn auf dem staubigen Boden liegenließ, dachte sie, er sei tot. Streunende Hunde begannen, mit dem kleinen leblosen Körper zu spielen. Sie nagten an seiner Nabelschnur. Sie bellten und jaulten.

Den Hunden hat Jacob sein Leben zu verdanken. Passanten wurden auf das Gebell aufmerksam, eilten herbei und fanden das Baby. Auch die Mutter wurde gefunden. Sie sitzt nun wegen versuchten Mordes in Haft.
Heute, sechs Monate später, schaut Baby Jacob mit großen Augen in die Welt. Im MiRO-Waisenhaus in Kiembeni hat er ein neues Zuhause gefunden. Er ist wohlgenährt, ein kleiner Wonneproppen. “Jacob hat sich schnell erholt”, freut sich Josephine Mutisya, die Leiterin des MiRO-Kinderheimes.

Jacob ist neu in die kleine MiRO-Familie gekommen. Shadrack dagegen hat sie verlassen. Weil der Dreijährige durch seine schlimme Vergangenheit sehr traumatisiert war, beschloss das Jugendamt Mombasa, ihn zu einer Pflegemutter zu geben, bei der er das große Maß an Aufmerksamkeit bekommt, das er benötigt.
Wir, Josephine, die Freiwilligen Eve, Toni und ich, machen uns auf den Weg zu Shadrack. Er lebt nun an der Südküste Mombasas, gut zwei Autostunden entfernt. Mit der Fähre geht’s über einen schmalen Streifen des Indischen Ozeans. Die Autoschlange ist elends lang. Doch für Fußgänger ist es nicht besser: Hunderte Menschen strömen auf die Fähre. Kleine Wellblechhäuser inmitten von Palmenhainen säumen die Straße nach Ukunda. Als wir ankommen, hüpft uns Shadrack an der Hand von seiner neuen Mutter entgegen. Der Kleine erkennt Josephine sofort und auch meinen Namen weiß er noch.

Er rennt vor uns her und weist uns den Weg in sein neues Zuhause. Ein Auto rumpelt den Weg hinunter, stoppt, die Frau am Steuer ruft lachend “Jambo Jeremiah” aus dem Wageninnern. Das ist Shadracks neuer Name. Namenswechsel sind in Kenia nichts ungewöhnliches. Neben dem Stammesnamen kommen manchmal noch mehrere Namen biblischen Ursprungs hinzu - der Familien-Religion entsprechend. In der Nachbarschaft kennt schon jeder den kleinen Racker namens “Jeremiah”. Seine Pflegemutter Helen Sfombua ist über 40 Jahre alt und kinderlos. “Ich kann leider keine Kinder bekommen und deshalb bin ich zum Jugendamt gegangen”, erklärt die Verkäuferin.

Laut Jugendamt Mombasa kommt es sehr selten vor, dass jemand in dem ostafrikanischen Staat ein Kind zur Pflege nehmen moechte. “In den letzten Jahren ist die Bereitschaft etwas gestiegen, aber immer noch viel zu wenig. Denn monatlich werden in Mombasa rund zehn Kinder ausgesetzt oder verstoßen - und die bekommen wir in den wenigen Heimen kaum unter”, erklärt G.I. Mgosi, Leiter des Jugendamtes Mombasa.
Dass Jeremiah in Helen nun eine neue Mutter gefunden hat, ist sein Glück. Der Kleine schmiegt sich an sie, sie streichelt ihm sanft über den Kopf. “Wer ist deine Mama”, frage ich - und Jeremiah ruft ohne zu zoegern: “Helen”. Der kleine Jeremiah ist ein guter Gastgeber. Er bietet uns Bananen an, dann zeigt er an die Wand. Dort hängen lediglich drei Fotos: Eins zeigt Helens Mutter, eins ihren Vater. Das Bild in der Mitte ist gerahmt und zeigt Helen mit Jeremiah auf dem Schoß. Beide strahlen in die Kamera.

 

....herzliche Grüße aus Afrika

Nadine :)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Help for MiRO e.V.

Spendenkonto:

 

Help for MiRO e.V.

Sparkasse Marburg -Biedenkopf

BLZ: 533 500 00

Kontonummer: 100072

IBAN: 

DE275335000000001000 72

 

BIC: HELADEF1MAR

 

MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.