Mission erfüllt

Abigail wurde nachts weinend hinter einer Bar aufgefunden. Die Zweijährige trug einen Brief bei sich. Darin stand, dass ihre Mutter sehr krank sei, sterben werde und sich deshalb nicht mehr um ihr Kind kümmern könne. Das Mädchen ist voellig verschüchtert, sitzt nur Daumen nuckelnd in der Ecke. Am Anfang meines Besuchs fing sie sofort an zu weinen, wenn ich sie auch nur angeschaut habe. Heute kann ich sie schon einmal auf den Arm nehmen. 

Ein weiterer Neuzugang im MiRO-Kinderheim ist Moses. Er wurde von seiner minderjährigen Mutter auf dem Jugendamt abgegeben, weil sie ihn aus Armut nicht versorgen konnte. Er ist voellig unterernaehrt, hat offene Wunden. Seine Haut hängt schlaff an seinem ausgemergelten Körper. Obwohl er fast anderthalb Jahre alt ist, kann er nicht krabbeln - er ist zu schwach. “Wir peppeln ihn mit Spezialnahrung auf”, erklärt Josephine. 

Regelmaessig kommt Zaineb vorbei und macht Physiotherapie mit ihm. Sie hat schon Blessing und Lea erfolgreich behandelt und ist zuversichtlich, dass auch Moses laufen können wird. “Er braucht nur länger Zeit”, sagt sie und massiert seine spindeldürren Beinchen. 

Mit Moses und Abigail, die dem Heim noch nicht offiziell vom Jugendgericht zugesprochen sind, leben nun 18 Kinder in der Obhut von Josephine Mutisya. Bald werden es 20 sein - das ist das Minimum für ein registriertes Heim in Kenia. Das Jugendamt hatte für uns eine Ausnahme gemacht, weil wir zum Zeitpunkt der Registrierung nicht in der Lage waren, mehr Kinder zu versorgen. Vor rund einem Jahr sind wir mit den Kindern Hals über Kopf umgezogen, um schnellstmöglich der verfallenen Ruine, die die Kinder damals bewohnten, zu entkommen. Damals wussten wir bereits, dass wir in dem kleinen Haus mit drei Schlafzimmern, einem Wohnzimmer und zwei Toiletten nicht lange bleiben können. 

Und nun ist es soweit, das Haus platzt aus allen Nähten. Der Hauptraum ist proppenvoll, wenn die Kinder - wie nun in der Regenzeit - nicht vors Haus gehen können. Die Schlafraeume sind ueberfuellt, mehrere Kinder teilen sich Betten. Das kleine Grundstück bietet kaum Platz zum Spielen. 

Also machen Josephine und ich uns auf die Suche nach einem neuen Haus. Die Suche gestaltet sich schwierig, ist anstrengend und nervenaufreibend. Doch wir müssen umziehen, das Jugendamt macht Druck. Nach tagelangen Verhandlungen erhalten wir schließlich den Zuschlag für ein Haus, das den Kindern genügend Platz bietet. Ich bin erleichtert. Es gibt sechs Schlafzimmer für die 18 Kinder und 3 Hausmütter, drei Bäder, eine Küche, Esszimmer und ein großes Wohnzimmer. Aber das Beste ist der große Vorplatz mit dem Garten, in dem die Kinder endlich Platz zum Spielen haben werden.

Mit 350 Euro zahlen wir doppelt so viel, wie für das jetzige Haus. Doch wir sind zuversichtlich und hoffen weiterhin auf die tolle Hilfe von Freunden aus der ganzen Welt, damit wir auch in Zukunft die Versorgung der Kinder, ihre gute Schulbildung, die Hausmütter, den Koch und eben das Haus bezahlen können. Die Kinder jedenfalls reagieren begeistert auf die Bilder, die ich ihnen zeige: “Wooooowww!!!”, rufen sie der Reihe nach. Alle sind glücklich. Und ich bin es auch. 

Help for MiRO e.V.

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MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.