Neue Schule, bessere Chancen

Caleb (links) und Zacky (rechts) gehen nun auch in die Vorschule.
Caleb (links) und Zacky (rechts) gehen nun auch in die Vorschule.

Mit stolzgeschwellter Brust steht Zacky vor den anderen Kindern und zählt laustark bis zehn: "One, two, three, four, five...ten" Gut gemacht. In der Vorschule der Bahari Parents Academy klatschen alle in die Hände und rufen gemeinsam auf englisch: “Well done, well done, a very good Zacky!” Den Kleinen freut es, er stemmt die Hände in die Hüften und tanzt ein bißchen auf der Stelle. Zacky, Jemmo und Caleb sind furchtbar stolz auf ihre hellbraunen Uniformen. Endlich sind sie alt genug, um wie ihre großen Geschwister in die Schule gehen zu können. Die drei Vierjährigen besuchen nun zusammen mit den anderen schulpflichtigen Kindern des Miro-Kinderheims die Bahari Parents Academy, eine Privatschule. “Ich bin begeistert, das ist eine tolle Schule”, findet Lindsey Bogachus. Die Amerikanerin, die vor einem Jahr im Miro-Kinderheim freiwillig mithalf, ist für einige Wochen nach Kenia zurückgekehrt. Gemeinsam mit der 29-jährigen Wissenschaftlerin besuche ich die Kinder in ihrer neuen Schule, in der sie unter anderem auch Englisch und Deutsch lernen. “Wir haben die Eltern entscheiden lassen, welche Fremdsprache die Kinder neben Englisch lernen sollen. Sie haben sich gegen Französisch und für Deutsch entschieden”, erklärt Matthew Owiti lächelnd. 

Computerlehrerin Sharon Chepkemoi und Headteacher Kenneth Obura im Computerraum der Schule.
Computerlehrerin Sharon Chepkemoi und Headteacher Kenneth Obura im Computerraum der Schule.

Der Schulleiter ist besonders stolz darauf, dass seine 350 Schützlinge auch Computerunterricht bekommen - und das bereits von der ersten Klasse an. “Computerkenntnisse sind heutzutage einfach ein Muss. Damit werden die Kinder später viel leichter einen guten Job finden”, erklärt Owiti. 

Während in Kenias staatlichen Schulen rund 100 Kinder auf einen Lehrer kommen, betreut in der Bahari Parents Academy ein Lehrer nicht mehr als 25 Schüler. Ein Konzept, das Früchte trägt - im nationalen Vergleich rangiert die Bahari Parents Academy stets auf den vorderen Rängen. Das Konzept überzeugt mich. Seit meinem letzten Besuch in Kenia vor einem halben Jahr hat sich das Englisch der Kinder deutlich verbessert. Und auch die älteren Kinder, die erst mit der Aufnahme im Miro-Heim Schulbildung erhalten, können ihre Lerndefizite langsam kompensieren.

Sarah steigt aus dem Schulbus, der die Kinder in die Bahari Parents Academy bringt.
Sarah steigt aus dem Schulbus, der die Kinder in die Bahari Parents Academy bringt.

Ein weiterer Vorteil ist der Schulbus, der die Kinder morgens im Heim abholt und abends wieder nach Hause bringt. So müssen die Hausmütter die Kinder nicht mehr abholen und mit ihnen in den öffentlichen, rappelvollen Matatus fahren. 

Das alles hat natürlich seinen Preis. Die Privatschule kostet uns rund 15 Euro pro Monat und Kind. Doch Miro-Heimleiterin Josephine Mutisya ist sich sicher, dass sich die Investition in den Besuch der teureren Schule auszahlt: "Bildung ist der Schlüssel zu allem. Nur so haben die Kinder die Chance auf ein besseres Leben." 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Agnes (Donnerstag, 04 Oktober 2012 14:07)

    Ein unglaubliches Projekt! Weiter so! Agnes K.

Help for MiRO e.V.

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Sparkasse Marburg -Biedenkopf

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BIC: HELADEF1MAR

 

MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.