Ein Geburtstag für 28 Kinder

Noch nie habe ich mich so spontan dazu entschieden, nach Kenia 

zu fliegen. Zwei Tage hatte ich Zeit, um alles zu packen. 

Der Stress hat sich gelohnt. Mit einem Koffer voller Geschenke und inbruenstig "Happy-Birthday" intonierend, stehe ich in sengender Hitze 

vor dem Miro-Heim. Die Kinder koennen es nicht fassen und brechen in wildes Jubelgeschrei aus. Geburtstagsueberraschung gelungen. 

Da bei fast allen nicht bekannt ist, wann sie auf die Welt gekommen sind, feiern alle zusammen einmal im Jahr Geburtstag. Heute ist es soweit - und ich bin froh, endlich einmal dabei sein zu koennen. 

 

"Naaadine, Naaadine" schreien alle wild durcheinander und mein Herz huepft vor Freude. Rebecca (7 Jahre) behauptet steif und fest, dass sie mich am Himmel mit dem Flugzeug hat kommen sehen. Die andern lachen. Ich auch. 

 

Hinter dem Haus herrscht rege Betriebsamkeit. Der Koch und viele Freunde des Miro schnippeln unentwegt Gemuese und 

kochen in riesigen Toepfen Reis. Zur Feier des Tages gibt es sogar Fleisch. Im oberen Stockwerk sitzen drei freiwillige Helferinnen 

aus Daenemark und fuettern die Babys. Auch ich werde sogleich in Beschlag genommen und dekoriere mit den Kindern das Haus mit bunten Luftballons und Baendern.

 

Es hupt. Heimleiterin Josephine ist da. Sie traut ihren Augen kaum, als ich um die Ecke biege. Letzte Woche hab ich mich telefonisch noch entschuldigt, dass ich wieder nicht beim Geburtstag dabei sein kann - und jetzt stehe ich in voller Pracht schwtzend vor ihr. Die Freude is gross - auf beiden Seiten.

 

Zusammen machen wir die Kinder schick und ziehen ihnen die blauen Miro-Shirts an. So kann man sie nachher im Gewimmel immer gut von andern kleinen Gaesten unterscheiden. Ausserdem kriegt jeder noch eine Kopfbedeckung. Die Partyhuetchen sind der Hit bei den Kids.

 

Langsam trudeln die Gaeste ein. Jeder gratuliert und bringt ein Geschenk mit. Neben Geldspenden sind es vor allem Lebensmittel wie kiloweise Maismehl, ganze Bananenstauden und saeckeweise Klamotten. Vera, die vergangene Woche noch da war und ich haben natuerlich fuer jedes Kind Spielzeug mitgebracht. Auch die Volunteers machen jedem Kind ein Geschenk. Josephine hat jedem ein Tuetchen mit Suessigkeien gepackt. 

 

Mittlerweile sind bestimmt 50 Gaeste da. Besonders freut sich die Miro-Familie ueber die Kinder, die in den vergangenen vier Jahren einmal ueber einen kurzen Zeitraum im Heim gelebt haben. Der fuenfjaehrige Jeremia und die anderthalbjaehrige Favor werden von ihren ehemaligen Bruedern und Schwestern ueberschwaenglich begruesst. Und auch der gelaehmte Samuel, dem Vera im Juni einen Rollstuhl aus Deutschland mitgebracht hat, ist mit seinen Eltern gekommen und juchzt, wenn man ihm Hallo sagt.

 

Aus den Boxen droehnen kenianische Gospels, jeder nimmt unter den Palmen im kleinen Garten vor dem Haus Platz. Keine Geburtstagsfeier ohne  Gottes Segen. Ein mit Josephine befreundeter Pastor heisst alle herzlich willkommen. Alles betet und singt leidenschaftlich. Der Berg an Geschenken wird immer groesser. Mittlerweile ist auch das Essen fertig. Den Festschmaus laesst sich niemand entgehen. 

 

Dann kommt der Hoehepunkt. Die Torte. Josephine hat sie beim Konditor bestellt. In Schokoladenguss steht "Happy Birthday, Redeemers" auf der Sahnetorte. Alle Miro-Kinder versammeln sich darum und staunen, was das Zeug haelt. Waehrend Josephine die Torte anschneidet, singt die ganze Geburtstagsgesellschaft "Happy Birthday". 

 

Danach ist Party angesagt, Die Kids testen mit ihren kleinen Gaesten die Geschenke. Und machen sich einen Spass daraus, aehnlich wie der Pastor ins Mikrophon zu bruellen. Herrlich. Ein schoener Geburtstag. 

Help for MiRO e.V.

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MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.