Strandtag mit Pupu-Polonaise

Es sind Ferien in Kenia. Und das heisst - die 28 Miro-Kinder brauchen Beschaeftigung. Das Haus und der kleine Garten davor werden ganz schoen eng, wenn man den ganzen Tag nix zu tun hat. Also raus an den Strand. Tags zuvor schoen ein Matatu bestellt. Das sind die ausrangierten Kleinbusse, die wahlweise mit Bibelversen oder Gangstarappern verziert und unter ohrenbetaeubend lauter Gospel- oder Hiphop-Beschallung ueber die staubigen Strassen holpern und dabei kein Schlagloch auslassen. Heute wird aus dem oeffentlichen Verkehrsmittel, das normalerweise Menschen am Strassenrand aufgabelt, ein Kinderheimbus. Nachdem vier Pakete Toastbrot mit Erdnussbutter geschmiert und genuegend Saft und Wasser fuer alle vorbereitet ist, Spielzeug und als Badesachen brauchbare Unterwaesche herausgekram sind, geht's los. Mit 20 Kindern an den Strand. Die Matatufahrt verlaueft ruhig. Fast rechtzeitig kann mir die circa dreijaehrige Abby - die auf meinem Schoss sitzt - noch "Susu" ins Ohr fluestern, bevor ein Unglueck passiert.

Heil und beinahe trocken angekommen, ist kein Halten mehr. 40 kleine Fuesschen rennen - erstmal vorbei an Muellbergen - durch den weissen Sand. Gott sei Dank ist Volunteer Emilie aus Daenemark dabei und kuemmert sich um die Kleinen. Auch eine Hausmutter und Heimleiterin Josephines Kinder Evelyn (24) und Wesley (16) unterstuetzen uns. Ohne sie waere die ausgelassene Rasselbande kaum zu kontrollieren. Gluecklichweise herrscht Ebbe und die Kinder im Alter von drei bis 12 Jahren koennen sich erstmal im knietiefen Wasser austoben. Schon interessant, dass sobald man sich umdreht, sich immer jemand andres die Schwimmfluegel von den Aermchen reisst und mit Karacho ins Tiefe rennt. Ich komme aus "Wewe, ncho hapa" (Du da, komm her) und "Usipigane, tafadali" (Hoert bitte auf zu streiten) gar nicht mehr heraus. Aber der Spass ist riesig. Und es ist immer wieder faszinierend, wie schnell doch Kinder, die noch nie das Meer gesehen haben, die Angst vor so viel Wasser verlieren. Und auch, dass wenn einer mal aufs Klo muss, gleich alle anderen auch muessen. Koennte daran liegen, dass die einzige Toilette fuer grosse Geschaefte sich auf einer Hotelanlage befindet. Haette der Wachmann gewusst, dass sich eine wahre Pupu-Polonaise aus seiner  "einmaligen Ausnahme'' entwickelt, haette er wohl eher Nein gesagt. Die Kinder strahlen - genauso wie mein Sonnenbrand. Und die Heimfahrt verlaueft jetzt wirklich ruhig. Denn alle schlafen. 

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MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.