Das nächste Mal in Gummistiefeln

Ich hätte Gummistiefel anziehen sollen.
Sagt Rebecca und bricht in schallendes Gelächter aus.
So in meinen Flip Flops hätten sie mich ja sofort erkannt.
Meint die 12-Jährige.
Gut, bei meinem nächsten Überraschungsbesuch ignoriere ich die 30 Grad im Schatten und stecke meine Quanten in Gummistiefel....
Obwohl mich die 40 köpfige Rasselbande an meinen Kasefüßen erkannt hat, ist der Überraschungsbesuch dennoch geglückt. Im Chor rufen die Kinder meinen Namen. Die Freude ist riesengroß. Auf beiden Seiten.
Ich checke erstmal die Lage im Haus und bin erleichtert. Alles gut. Besser noch. Alle Babies sind gesund und munter. Vier Hausmütter und zwei Hausväter sind im Dienst. Das Haus ist sauber. Seitdem Vera und Stefan drei Monate lang alles auf Vordermann gebracht haben, ist es auch so geblieben. 'Wir haben schon ganz lange keine Ratte mehr', verkünden die Kinder stolz. Aufgrund einer illegalen Mülldeponie hinter dem Haus, kamen nachts Ratten ins Haus. Mit Kammerjäger, Schutzgittern an den Fenstern und dem
Verstauen der Lebensmittel in Container konnte das Miro-Team das Problem bekämpfen.

Die kommenden Tage steht alles im Zeichen der Geburtstagsvorbereitungen. Da die meisten der Kinder Waisen sind, ausgesetzt oder gar als Babys zum Sterben weggeworfen wurden, wissen wir nicht, wann sie Geburtstag haben. Deshalb feiern wir einmal im Jahr für alle ein großes Geburtstagsfest gemeinsam. Tagelang wird gekocht und vorbereitet. 'Nadine, Today we will slaughter the sheep. Aiiii... Yummy, I am so happy', erklärt mir Blessing und hüpft auf und nieder. Äh ja. Ich als Vegetarier freu mich jetzt nicht unbedingt darauf, dass das Schaf geschlachtet wird. Aber... T.I.A... This is Africa.  Uncle Ngala macht kurzen Prozess mit dem armen Schaf, hängt es am Baum auf und nimmt es fachmännisch auseinander.
Die Kinder stehen drum herum und bekommen eine Gratis-Stunde in Schafsanatomie. Die drei Volunteers aus Dänemark können kaum hinschauen. Ich habe die Hoffnung, dass Sie nach dieser Erfahrung auch Vegetarier werden wie ich.
   Gemeinsam schmücken wir das Haus. Die Kinder sind seit Tagen aus dem Häuschen. 'Of course, it is our special day', erklärt Joshua. Alle putzen sich heraus. Die neuen aus Deutschland mitgebrachten Schuhe sind super. Vielen Dank an alle, die sie uns gespendet haben.
Bis auf die vier größten Jungs haben alle passende gefunden, die zur großen Feier angezogen werden. Und dank einer tollen Geldspende kann ich auch den großen Jungs Schuhe kaufen. Wir gehen Schuhe shoppen. Die Jungs zum ersten Mal in ihrem Leben. Vom restlichen Geld können wir etwas ganz wichtiges besorgen. Stühle. Weil fast alle der Plastikstühle total kaputt sind , kaufen wir neue. 20 kleine und 10 große. Hurra, wir können beim essen wieder alle sitzen.


Dann ist der große Tag da. Wir feiern den neunten Geburtstag des Miro-Heims. Es wird ein total krasser Kindergeburtstag! Singen, Tanzen, Beten, Essen und lachen. Stundenlang. Ausgelassen.  Höhepunkt sind der Kuchen und die Geschenke. Für jeden gibt es einen Turnbeutel mit Süßigkeiten, Stiften, einem Buch, einer Trinkflasche für die Schule und Spiele. Die Kinder sind glücklich. 


Von ganzen Herzen ein großes Dankeschön an alle, die uns so geholfen haben, das möglich zu machen. Ihr seid die besten. 

Help for MiRO e.V.

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MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.