Neues aus dem Kinderheim

Auf dieser Seite werden wir Sie regelmäßig über die Neuigkeiten im Kinderheim in Kenia informieren. Wir stehen mit der Heimleiterin Josephine Mutisya und vielen Freiwilligen über Emails in regelmäßigem Kontakt. Hier werden wir auch über jeden neuen Besuch berichten.

So

30

Jul

2017

Von Hamsterkäufen vor den Wahlen, vier neuen Babies und vom langersehnten Landkauf

 

von Vera Fleig

 

Am 8.August wird in Kenia eine neue Regierung gewählt. Die Bevölkerung ist jetzt schon in heller Aufregung. Es wird befürchtet, dass es wie bereits bei vergangenen Wahlen wieder Unruhen geben wird.
Kurz vor den Wahlen reisen mein Mann Stefan und ich Mitte Juli nochmals nach Kenia und besuchen in unserem Sommerurlaub das Kinderheim.
Bei der Vereinssitzung von Help for MiRO im Juni 2017 hatten die Mitglieder einstimmig beschlossen, dass wir die Heimleiterin vor Ort mit Lebensmittelspenden unterstützen sollen. Aufgrund der anhaltenden Lebensmittelkrise in ganz Ostafrika und den nun bevorstehenden Wahlen, bei denen erwartet wird, dass die Geschäfte für Wochen geschlossen bleiben, sind wir zu Hamsterkäufen losgezogen. Zwar überweist Help for MiRO  3000 Euro pro Monat zur Finanzierung des Heims, doch aufgrund der momentanen Lebensmittelknappheit, den stark steigenden Lebensmittelpreisen und der Angst vor den Wahlen wollten wir alle auf Nummer sicher gehen.
Daher haben wir die Speisekammer mit u.a. 250kg Reis, 50l Öl, 50kg Zucker, 20kg Nudeln etc. aufgefüllt.
Während der Wahlen bleiben die Schulen und Ämter geschlossen, bis sich die neue Regierung gebildet hat. Viele Geschäfte machen wochenlang zu und auch die Trinkwasser-und Stromversorgung seien häufig unterbrochen. Es herrscht große Unsicherheit im ganzen Land.
Help for MiRO kauft daher einen Stromgenerator sowie 2 zusätzliche 2500l Wassertanks, die vor den Wahlen mit Trinkwasser aufgefüllt werden.
Gute Vorbereitung ist wichtig, denn im Kinderheim leben momentan 38 Kinder. Am 18.Juli wurde während unserer Zeit vor Ort vom Jugendamt ein erst 2 Tage alter Säugling ins Heim gebracht. Der Junge wurde im Krankenhaus geboren und dann von seiner Mutter aus unbekannten Gründen zurückgelassen. Wahrscheinlich, weil sie ihrem Baby als Teenagermama keine Zukunft schenken kann. Die Hausmütter haben nun alle Hände voll zu tun, denn es leben momentan 4 Kinder unter 6 Monaten im Heim.
Immer wieder werden Säuglinge auf dem Müll ausgesetzt, im Krankenhaus zurückgelassen oder die Mutter verstirbt bei der Geburt. Viele Kinderheime lehnen die Aufnahme von so kleinen Kindern ab, da die Versorgung schwierig und teuer ist. Das Babymilchpulver gibt es nur in der Stadt zu kaufen und das ist sehr teuer. Die medizinische Versorgung von Säuglingen, die in den Tropen häufig an Infektionskrankheiten leiden, ist ebenfalls sehr teuer und aufwendig.
Im MiRO-Heim finden diese Babies einen Zufluchtsort. Die Heimleiterin versucht  gemeinsam mit den Hausmüttern, die Säuglinge aufzupeppeln. Nachdem die kritischsten ersten 6 Monate dann überstanden sind, wird versucht eine passende kenianische Pflegefamilie zu finden. So konnte vor kurzem die kleine Gabriela bei einer kinderlosen, kenianischen Lehrerfamilie ein wundervolles zuhause finden.
Nicht alle Kinder haben dieses Glück. Gerade behinderte Kinder, Kinder mit Tuberkulose oder anderen Infektionskrankheiten sind in Kenia kaum vermittelbar. Sie  werden voraussichtlich im MiRO-Heim ein dauerhaftes zuhause finden.

Da die MiRO Familie weiter wächst und die Kinder größer werden, ist die Hoffnung und Sehnsucht nach einem eigenen Haus mit mehr Platz größer als je zuvor. Dank einer für den Landkauf zweckgebundenen Großspende von einem deutschen Ehepaar rückt dieser Traum vom eigenen Land nun in greifbare Nähe. Nur 10 min zu Fuß vom jetzigen Mietshaus entfernt haben wir bei einem unserer letzten Aufenthalte ein kleines Grundstück entdeckt, das zum Verkauf steht. Ein Grundstück, auf dem problemlos Wasser- und Strom angeschlossen werden kann und das bereits jetzt von den Kindern als Spielplatz und Garten genutzt werden kann. Vor Ort haben wir im Namen von Help for MiRO e.V. nun alles juristisch notwendige organisiert, um dieses Land für die Kinder zu kaufen. Wir hoffen, dass die Wahlen ruhig verlaufen. Und dass Help for MiRO nach den Wahlen endlich den notwendigen Grundbucheintrag (title deed) erhält und dank hoffentlich vieler, vieler Spenden mit dem Bau eines eigenen Hauses für die Kinder beginnen kann. 

 

Fr

28

Apr

2017

Hungernsot, Malaria und ganz viel Glück

Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.
Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.

Staub wirbelt durch die glühende Hitze. Eigentlich sollte hier grünes Gras sprießen. Eigentlich müsste der Weg in die Klinik um diese Jahreszeit vor lauter Schlamm kaum befahrbar sein. Eigentlich. Doch es herrscht Ausnahmezustand. Selbst hier in der so fruchtbaren Küstenregion Kenias hat es seit Monaten nicht ausreichend geregnet. Kaum 12 Stunden nach meiner für alle überraschenden Ankunft im MiRO-Kinderheim sind wir mit vier Kindern auf dem staubigen Weg ins Krankenhaus. Zwei Mal Durchfall und zwei Mal Fieber lauten die Beschwerden.

Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.
Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.

 Vorbei bei an Müllbergen, in denen knochige Kühe nach etwas Essbarem suchen, entlang an kleinen Wellblechhüttchen, erreichen wird die Child Welfare Klinik. Im von Palmen umsäumten Aufenthaltsbereich liegen und sitzen auf den Bänken und auf dem Boden in bunte Tücher gekleidete Frauen mit ihren für den Arztbesuch herausgeputzten Kindern. Mädchen in Tüllkleidern, Jungen in Hemdchen. Wir haben Glück, da Hausmutter Florence regelmäßig mit einem erkrankten MiRO-Kind vor der Tür steht - bei 36 Kindern ist das wenig verwunderlich - kommen wir schnell dran.

Zuerst werden Gewicht und Größe der Kinder gecheckt. Dann Fieber gemessen.  Während sich die beiden Mütter, die vor uns an der Reihe sind, mit ohrenbetäubenden Geschrei und heftiger Gegenwehr auseinandersetzen müssen, sobald ihren Kindern das Thermometer unter die Achsel geklemmt wird, lassen unsere Kleinen die Prozedur ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen.  Wenn man als Baby einfach auf den Müll geworfen wurde oder sich mutterseelenallein bettelnd auf der Straße durchgeschlagen hat, kann einem eben so ein kleines Thermometer nichts anhaben. Und auch das Blutabnehmen für den Malariatest ertragen die Kids tapfer.  

Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.
Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.

 Insgesamt sechs Stunden sind wir an diesem Tag in Sachen Kindergesundheit unterwegs. Denn in dieser Klinik funktioniert das Labor nicht. Deshalb müssen wir in ein anderes fahren, wo eine nette Dame die kleinen Blutstropfen unter dem Mikroskop auf Malaria-Erreger untersucht. Stuhlprobe wird heute nix mehr. Also verdinge ich mich am nächsten Tag als „Poopoo-Transport“ und bringe per Motorrad-Taxi Stuhlproben zur Untersuchung.  Diagnose des Arztbesuches: Einmal Malaria und zwei Mal Magen-Darm-Infekt. Das gerade fünf Monate alte Baby namens Gift (engl. Geschenk), das wenige Wochen  nach seiner Geburt ausgesetzt wurde, hat Fieber, weil es seine Zähnchen bekommt. Nach wenigen Tagen medikamentösn er Behandlung der kleinen Patienten darf ich noch während meines Aufenthaltes miterleben, wie es den Kindern besser geht.

Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.
Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.

Nicht nur wegen der guten medizinischen Versorgung hier bin ich froh, dass sich das MiRO-Kinderheim an der Küste Kenias befindet. Vor allem angesichts der katastrophalen Dürre und ihren verheerenden Auswirkungen in 23 von 47 Bezirken Kenias. Bereits im Februar hatte der kenianische Präsident den Katastrophenzustand ausgerufen. Laut Behörde sind 2,7 Millionen Bürger des Landes auf Hilfe angewiesen. 

Hilfsorganisationen mahnen, dass in ganz Ostafrika  zwölf Millionen Menschen vom Tod bedroht, wenn sie keine Lebensmittelhilfe erhalten.

 

Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.
Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.

In der Küstenregion rund um Mombasa macht sich die Dürre vor allem durch eine Lebensmittelknappheit und eine extreme Preissteigerung bemerkbar. „Die Preise für Lebensmittel haben sich verdoppelt, manche Sachen sind auf dem Markt überhaupt nicht mehr bekommen“, berichtet Heimleiterin Josephine Mutisya. Um so wichtiger wäre nun, ein eigenes Stück Land zu haben, wo man selbst Mais und andere Nahrungsmittel anbauen könnte. Denn noch immer besteht die Hoffnung auf den erlösenden Regen und die so wichtigen Früchte, die er mit sich bringt.

Jonah hat Spaß beim malen.
Jonah hat Spaß beim malen.

 Die 36 MiRO-Kinder im Alter von fünf Monaten bis zu 16 Jahren merken nichts von dem Ausnahmezustand den die Regierung im Januar ausgerufen hat. Sie haben gerade Schulferien und sind für jede Form der Abwechslung dankbar. Vormittags versuche ich Nachhilfe zu geben, ohne an dem Krach zu verzweifeln. Eins ist sicher: Der Schweigefuchs ist in Kenia auf verlorenem Posten. Und: Ich bin nicht zur Lehrerin geboren! Aber die Großen helfen mir tatkräftig, die Kleinen zu bändigen.  Nachmittags versuchen wir, der Enge des ummauerten Wohnhauses, das nun seit vier Jahren als Kinderheim genutzt wird zu entfliehen. Vor allem die heranwachsenden Jungs müssen sich austoben. Also geht’s auf ein benachbartes Feld zum Fußballspielen.

Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.
Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.

 Die Kinder freuen sich über die von mir mitgebrachten Freizeitschuhe aus Deutschland, die liebe Freunde gespendet haben. Aufgeregt rennen selbst die Kleinen mit ihren neuen Sandalen umher und jubeln (Siehe Fotogalerie). Doch auch für die Schule, die in zwei Wochen wieder losgeht, müssen neue Schuhe herbei. Denn die schwarzen Lederschuhe, die zur Uniform gehören, sind bei den meisten voller Löcher.  Also stellen sich  die Jungen und Mädchen barfuß der Reihe nach auf ein Stück Papier und bestaunen, dass Bob, der Älteste, mit einem Stift die Umrisse ihrer Füße abzeichnet.  Für 120 Euro kaufe ich neue, schöne Schuhe. Hurra, die Schule kann kommen. 

Das defekte Abwasserrohr wird repariert.
Das defekte Abwasserrohr wird repariert.

36 kleine und große Wirbelwinde auf so engem Raum zusammen, entfachen vor allem in den Ferien eine große Zerstörungskraft. Immer geht etwas kaputt. Mal ist es eine Glühbirne, die einem Fußball zum Opfer fällt, mal hält ein Wasserhahn der Experimentierfreude nicht stand. Diesmal sind  - mal wieder - die Wasserhähne im Badezimmer der Jungs und die Dusche im Badezimmer der Mädchen. Auch das Abwasserrohr vom oberen Bad ist schon seit einiger Zeit leck und sorgt bei 37  Grad Hitze für einen unangenehmen Gestank. Die Freude ist groß, als unser "Fundi" - ein Klempner - die Sachen alle repariert. Ich appelliere an die Vernunft der Kinder.  Gebetsmühlenartig wiederhole ich: „Bitte macht nicht immer alles kaputt“. Alle nicken, die pubertierenden Jungs schauen sich schuldbewusst und reumütig an und ich weiß doch, dass beim nächsten Besuch sicher wieder irgendetwas defekt sein wird. Hakuna matata. So ist es halt. 

Fotogalerie MiRO April 2017

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Sa

26

Nov

2016

Asante sana! Vielen Dank für die Geschenke!

von Vera Fleig

 

Schon Wochen vorher sind alle Kinder des MiRO Heims und auch die Angestellten voller Vorfreude. Diese Freude ist ansteckend! Ende November feiern wir wie bereits in den vergangenen Jahren den gemeinsamen Geburtstag der Kinder. Die letzten Monate hat Help for MiRO e.V. in Deutschland Sachspenden gesammelt, damit auch jedes Kind am Geburtstag ein Geschenk bekommt. Besonderer Dank gilt Frau J.Bechler, die für jedes Kind einen Turnbeutel genäht hat, sowie der Firma Med-El und den Paten der Kinder, die dafür gesorgt haben, dass die Beutel mit Federmäppchen, Stiften, Radiergummis, Malbüchern und anderen kleinen Geschenken gefüllt werden konnten. Mit schwer bepackten Koffern reisten mein Lebensgefährte Stefan, meine Schwester Nadine und ich im November wieder nach Kenia, um dieses Fest mit allen Kindern und vielen Besuchern zu feiern. Besonders freut uns, dass auch die Pflegekinder wie z.B. Terry und Serena wieder mit ihren Pflegeeltern dabei sein können. 

Auf den Bildern könnt Ihr die Freude der Kinder sehen, über die lieben Geburtstagskarten, die Poster von zwei Schulklassen aus Köln, die Geschenke- aber eben auch die Freude darüber, dass Menschen am anderen Ende der Welt an sie denken!

Ganz herzlichen Dank an alle Spender, die dies möglich machen und das Projekt mit Geld- oder Sachspenden, mit guten Ideen und viel Liebe unterstützen! 

Wir wünschen allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

So

24

Jul

2016

Endlich eigenes Wasser!

von Vera Fleig

 

Im Juli haben Stefan und ich erneut das MiRO Waisenhaus in Kenia besucht und haben Euch ein paar Fotos und Eindrücke aus Kenia mitgebracht. Die 35 Kinder freuten sich riesig über unseren Besuch. Zum Glück waren 29 der Kinder tagsüber in der Schule, so dass wir in Ruhe einiges im Heim erledigen konnten. An den Nachmittagen und am Wochenende blieb dann jedoch genügend Zeit mit den Kindern.

 

In den letzten Monaten hatten wir immer wieder sehr hohe Wasserrechnungen und das, obwohl im November alle für uns sichtbaren Lecks in den Leitungen geflickt wurden. Im März haben Stefan und ich mit der Vermieterin vereinbart, dass im Heim ein Bohrloch gebaut wird.

Inzwischen wurde das Bohrloch fertiggestellt und die Wasserleitungen ins Haus verlegt, so dass das Heim von der Wasserversorgung durch die Stadt unabhängig ist und die Wasserversorgung sichergestellt ist. Nie mehr Tage an denen das Wasser von der Stadt einfach abgestellt werden kann und nie mehr unvorhergesehen hohe Rechnungen.

Was noch blieb, war die sehr hohe rückständige Wasserrechnung, die Mama Josephine schwer zu schaffen machte. Daher fuhren wir in die Innenstadt Mombasas und trafen uns dort mit dem verantwortlichen Mitarbeiter vom Wasseramt. Da das Wasser bereits Anfang Mai 

 

abgestellt wurde, wunderten wir uns sehr, dass die Rechnung seitdem angeblich nochmals weiter angestiegen sei. Vorerst bezahlte Help for MiRO e.V. die ausstehende Rechnung nur bis Ende April.

Während des Aufenthaltes veranlassten wir die dringend notwendigen Reparaturen im Jungs- und Mädchen-Badezimmer. Denn bei 35 Kindern und Jugendlichen,  geht schon mal einiges kaputt. Die Duschschläuche und -köpfe mussten komplett erneuert werden, der Toilettensitz im Jungsbad wurde ausgetauscht und beide Badezimmer und Rohre wurden grundgereinigt. Die Freude bei Angestellten und Kindern war groß, dass endlich wieder alles funktioniert und alle haben sich vorgenommen in Zukunft noch besser aufzupassen.

 

Zur Begeisterung der Kinder installierte Stefan vor den Fenstern im Eingangsbereich Solarglühbirnen, so dass abends auch bei den leider immer noch häufigen Stromausfällen ein kleines Notlicht leuchtet.

 

Am Wochenende war es dann endlich soweit- der lang ersehnte Strandausflug fand statt. Darauf hatten sich die Kinder die ganze Woche über gefreut. Inzwischen müssen wir 2 Minibusse anmieten, um alle Kinder an den Strand zu fahren. Die Kinder nahmen die schönen, neuen gespendeten Badesachen und Handtücher mit. Danke an all die Spender aus Düsseldorf, Hamburg, Wuppertal und Blaubeuren. Es wurde ein ausgelassener und fröhlicher Tag.

 

Die Zeit ging wie immer viel zu schnell vorbei und wir mussten versprechen bald wieder zu kommen.

Einige Eindrücke aus dem Kinderheim

Reparaturarbeiten im Heim

Der Strandausflug- danke an die Spender!!!

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Mo

18

Apr

2016

Hallo? Jemand Zuhause?

Leah strahlt.
Leah strahlt.

Wie wild hämmere ich ans Tor. Ich pfeife. Und rufe. Nix passiert. Seit 15 Minuten stehe ich vor dem MiRO-Heim und komm`nicht rein. Selber schuld, denke ich bei mir und wische mir den Schweiß von der Stirn. Wer unangemeldet kommt, den erwartet auch keiner. 

Durch den Spalt im großen gußeisernen Tor kann ich ins Schlafzimmer der Jungs schauen. Ich sehe Isaac in seinem Hochbett schlafen. „Iiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaaaaac, Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaac“ „Helloooooo, Iiiiiiisaaaaaaaaaaaaac“, rufe ich, was meine Lungen hergeben.

Nichts rührt sich. Scheinbar halten auch die Angestellten ein Schläfchen. Mehr als ein kleines Wuffen kriegt selbst Haushund Tiger nicht zustande. Und Heimleiterin Josephine scheint auch nicht da zu sein. Zumindest ist ihr Auto nicht zu sehen.

Ich rufe. Und warte. Klopfe. Und warte. Isaac schlummert selig. Plötzlich regt sich hinter Isaac etwas. Es ist Joshua. Er sieht nur meine weißen Füße unter dem Tor hindurch. Ich rufe: „Hey Joshua, Surprise, guess who is here.“

Stille. Ich winke durch den Spalt. „Nadine?“ „Yes“. „Naaaaaaaadine, it is Nadine“, schreit er und ich sehe, wie sich viele Köpfe erheben und die ganze Meute erwacht.

Hausmann Mike öffnet mir. Schlaftrunken hüpfen mir die Jungs entgegen. Die Kleinen schauen völlig entgeistert drein. Ein Jahr ist es her, dass ich die Kinder besucht habe, doch vergessen hat mich scheinbar keiner. Selbst der kleine Jonah ruft meinen Namen und fällt mir um den Hals. 

Im oberen Stockwerk schlafen die Mädchen noch. Im Babyzimmer sitzen zwei der Hausmütter und bewachen die schlummernden Babys. Eine andere Hausmutter wäscht hinterm Haus die Wäsche.

 Bis auf ein paar umherfliegende Klamotten und Schuhe, sowie ein kaputter Schrank und ein marodes Klo scheint alles in bester Ordnung. Die Kinder sind happy. Ich bin es auch :) 

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So

30

Jul

2017

Von Hamsterkäufen vor den Wahlen, vier neuen Babies und vom langersehnten Landkauf

 

von Vera Fleig

 

Am 8.August wird in Kenia eine neue Regierung gewählt. Die Bevölkerung ist jetzt schon in heller Aufregung. Es wird befürchtet, dass es wie bereits bei vergangenen Wahlen wieder Unruhen geben wird.
Kurz vor den Wahlen reisen mein Mann Stefan und ich Mitte Juli nochmals nach Kenia und besuchen in unserem Sommerurlaub das Kinderheim.
Bei der Vereinssitzung von Help for MiRO im Juni 2017 hatten die Mitglieder einstimmig beschlossen, dass wir die Heimleiterin vor Ort mit Lebensmittelspenden unterstützen sollen. Aufgrund der anhaltenden Lebensmittelkrise in ganz Ostafrika und den nun bevorstehenden Wahlen, bei denen erwartet wird, dass die Geschäfte für Wochen geschlossen bleiben, sind wir zu Hamsterkäufen losgezogen. Zwar überweist Help for MiRO  3000 Euro pro Monat zur Finanzierung des Heims, doch aufgrund der momentanen Lebensmittelknappheit, den stark steigenden Lebensmittelpreisen und der Angst vor den Wahlen wollten wir alle auf Nummer sicher gehen.
Daher haben wir die Speisekammer mit u.a. 250kg Reis, 50l Öl, 50kg Zucker, 20kg Nudeln etc. aufgefüllt.
Während der Wahlen bleiben die Schulen und Ämter geschlossen, bis sich die neue Regierung gebildet hat. Viele Geschäfte machen wochenlang zu und auch die Trinkwasser-und Stromversorgung seien häufig unterbrochen. Es herrscht große Unsicherheit im ganzen Land.
Help for MiRO kauft daher einen Stromgenerator sowie 2 zusätzliche 2500l Wassertanks, die vor den Wahlen mit Trinkwasser aufgefüllt werden.
Gute Vorbereitung ist wichtig, denn im Kinderheim leben momentan 38 Kinder. Am 18.Juli wurde während unserer Zeit vor Ort vom Jugendamt ein erst 2 Tage alter Säugling ins Heim gebracht. Der Junge wurde im Krankenhaus geboren und dann von seiner Mutter aus unbekannten Gründen zurückgelassen. Wahrscheinlich, weil sie ihrem Baby als Teenagermama keine Zukunft schenken kann. Die Hausmütter haben nun alle Hände voll zu tun, denn es leben momentan 4 Kinder unter 6 Monaten im Heim.
Immer wieder werden Säuglinge auf dem Müll ausgesetzt, im Krankenhaus zurückgelassen oder die Mutter verstirbt bei der Geburt. Viele Kinderheime lehnen die Aufnahme von so kleinen Kindern ab, da die Versorgung schwierig und teuer ist. Das Babymilchpulver gibt es nur in der Stadt zu kaufen und das ist sehr teuer. Die medizinische Versorgung von Säuglingen, die in den Tropen häufig an Infektionskrankheiten leiden, ist ebenfalls sehr teuer und aufwendig.
Im MiRO-Heim finden diese Babies einen Zufluchtsort. Die Heimleiterin versucht  gemeinsam mit den Hausmüttern, die Säuglinge aufzupeppeln. Nachdem die kritischsten ersten 6 Monate dann überstanden sind, wird versucht eine passende kenianische Pflegefamilie zu finden. So konnte vor kurzem die kleine Gabriela bei einer kinderlosen, kenianischen Lehrerfamilie ein wundervolles zuhause finden.
Nicht alle Kinder haben dieses Glück. Gerade behinderte Kinder, Kinder mit Tuberkulose oder anderen Infektionskrankheiten sind in Kenia kaum vermittelbar. Sie  werden voraussichtlich im MiRO-Heim ein dauerhaftes zuhause finden.

Da die MiRO Familie weiter wächst und die Kinder größer werden, ist die Hoffnung und Sehnsucht nach einem eigenen Haus mit mehr Platz größer als je zuvor. Dank einer für den Landkauf zweckgebundenen Großspende von einem deutschen Ehepaar rückt dieser Traum vom eigenen Land nun in greifbare Nähe. Nur 10 min zu Fuß vom jetzigen Mietshaus entfernt haben wir bei einem unserer letzten Aufenthalte ein kleines Grundstück entdeckt, das zum Verkauf steht. Ein Grundstück, auf dem problemlos Wasser- und Strom angeschlossen werden kann und das bereits jetzt von den Kindern als Spielplatz und Garten genutzt werden kann. Vor Ort haben wir im Namen von Help for MiRO e.V. nun alles juristisch notwendige organisiert, um dieses Land für die Kinder zu kaufen. Wir hoffen, dass die Wahlen ruhig verlaufen. Und dass Help for MiRO nach den Wahlen endlich den notwendigen Grundbucheintrag (title deed) erhält und dank hoffentlich vieler, vieler Spenden mit dem Bau eines eigenen Hauses für die Kinder beginnen kann. 

 

Fr

28

Apr

2017

Hungernsot, Malaria und ganz viel Glück

Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.
Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.

Staub wirbelt durch die glühende Hitze. Eigentlich sollte hier grünes Gras sprießen. Eigentlich müsste der Weg in die Klinik um diese Jahreszeit vor lauter Schlamm kaum befahrbar sein. Eigentlich. Doch es herrscht Ausnahmezustand. Selbst hier in der so fruchtbaren Küstenregion Kenias hat es seit Monaten nicht ausreichend geregnet. Kaum 12 Stunden nach meiner für alle überraschenden Ankunft im MiRO-Kinderheim sind wir mit vier Kindern auf dem staubigen Weg ins Krankenhaus. Zwei Mal Durchfall und zwei Mal Fieber lauten die Beschwerden.

Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.
Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.

 Vorbei bei an Müllbergen, in denen knochige Kühe nach etwas Essbarem suchen, entlang an kleinen Wellblechhüttchen, erreichen wird die Child Welfare Klinik. Im von Palmen umsäumten Aufenthaltsbereich liegen und sitzen auf den Bänken und auf dem Boden in bunte Tücher gekleidete Frauen mit ihren für den Arztbesuch herausgeputzten Kindern. Mädchen in Tüllkleidern, Jungen in Hemdchen. Wir haben Glück, da Hausmutter Florence regelmäßig mit einem erkrankten MiRO-Kind vor der Tür steht - bei 36 Kindern ist das wenig verwunderlich - kommen wir schnell dran.

Zuerst werden Gewicht und Größe der Kinder gecheckt. Dann Fieber gemessen.  Während sich die beiden Mütter, die vor uns an der Reihe sind, mit ohrenbetäubenden Geschrei und heftiger Gegenwehr auseinandersetzen müssen, sobald ihren Kindern das Thermometer unter die Achsel geklemmt wird, lassen unsere Kleinen die Prozedur ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen.  Wenn man als Baby einfach auf den Müll geworfen wurde oder sich mutterseelenallein bettelnd auf der Straße durchgeschlagen hat, kann einem eben so ein kleines Thermometer nichts anhaben. Und auch das Blutabnehmen für den Malariatest ertragen die Kids tapfer.  

Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.
Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.

 Insgesamt sechs Stunden sind wir an diesem Tag in Sachen Kindergesundheit unterwegs. Denn in dieser Klinik funktioniert das Labor nicht. Deshalb müssen wir in ein anderes fahren, wo eine nette Dame die kleinen Blutstropfen unter dem Mikroskop auf Malaria-Erreger untersucht. Stuhlprobe wird heute nix mehr. Also verdinge ich mich am nächsten Tag als „Poopoo-Transport“ und bringe per Motorrad-Taxi Stuhlproben zur Untersuchung.  Diagnose des Arztbesuches: Einmal Malaria und zwei Mal Magen-Darm-Infekt. Das gerade fünf Monate alte Baby namens Gift (engl. Geschenk), das wenige Wochen  nach seiner Geburt ausgesetzt wurde, hat Fieber, weil es seine Zähnchen bekommt. Nach wenigen Tagen medikamentösn er Behandlung der kleinen Patienten darf ich noch während meines Aufenthaltes miterleben, wie es den Kindern besser geht.

Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.
Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.

Nicht nur wegen der guten medizinischen Versorgung hier bin ich froh, dass sich das MiRO-Kinderheim an der Küste Kenias befindet. Vor allem angesichts der katastrophalen Dürre und ihren verheerenden Auswirkungen in 23 von 47 Bezirken Kenias. Bereits im Februar hatte der kenianische Präsident den Katastrophenzustand ausgerufen. Laut Behörde sind 2,7 Millionen Bürger des Landes auf Hilfe angewiesen. 

Hilfsorganisationen mahnen, dass in ganz Ostafrika  zwölf Millionen Menschen vom Tod bedroht, wenn sie keine Lebensmittelhilfe erhalten.

 

Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.
Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.

In der Küstenregion rund um Mombasa macht sich die Dürre vor allem durch eine Lebensmittelknappheit und eine extreme Preissteigerung bemerkbar. „Die Preise für Lebensmittel haben sich verdoppelt, manche Sachen sind auf dem Markt überhaupt nicht mehr bekommen“, berichtet Heimleiterin Josephine Mutisya. Um so wichtiger wäre nun, ein eigenes Stück Land zu haben, wo man selbst Mais und andere Nahrungsmittel anbauen könnte. Denn noch immer besteht die Hoffnung auf den erlösenden Regen und die so wichtigen Früchte, die er mit sich bringt.

Jonah hat Spaß beim malen.
Jonah hat Spaß beim malen.

 Die 36 MiRO-Kinder im Alter von fünf Monaten bis zu 16 Jahren merken nichts von dem Ausnahmezustand den die Regierung im Januar ausgerufen hat. Sie haben gerade Schulferien und sind für jede Form der Abwechslung dankbar. Vormittags versuche ich Nachhilfe zu geben, ohne an dem Krach zu verzweifeln. Eins ist sicher: Der Schweigefuchs ist in Kenia auf verlorenem Posten. Und: Ich bin nicht zur Lehrerin geboren! Aber die Großen helfen mir tatkräftig, die Kleinen zu bändigen.  Nachmittags versuchen wir, der Enge des ummauerten Wohnhauses, das nun seit vier Jahren als Kinderheim genutzt wird zu entfliehen. Vor allem die heranwachsenden Jungs müssen sich austoben. Also geht’s auf ein benachbartes Feld zum Fußballspielen.

Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.
Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.

 Die Kinder freuen sich über die von mir mitgebrachten Freizeitschuhe aus Deutschland, die liebe Freunde gespendet haben. Aufgeregt rennen selbst die Kleinen mit ihren neuen Sandalen umher und jubeln (Siehe Fotogalerie). Doch auch für die Schule, die in zwei Wochen wieder losgeht, müssen neue Schuhe herbei. Denn die schwarzen Lederschuhe, die zur Uniform gehören, sind bei den meisten voller Löcher.  Also stellen sich  die Jungen und Mädchen barfuß der Reihe nach auf ein Stück Papier und bestaunen, dass Bob, der Älteste, mit einem Stift die Umrisse ihrer Füße abzeichnet.  Für 120 Euro kaufe ich neue, schöne Schuhe. Hurra, die Schule kann kommen. 

Das defekte Abwasserrohr wird repariert.
Das defekte Abwasserrohr wird repariert.

36 kleine und große Wirbelwinde auf so engem Raum zusammen, entfachen vor allem in den Ferien eine große Zerstörungskraft. Immer geht etwas kaputt. Mal ist es eine Glühbirne, die einem Fußball zum Opfer fällt, mal hält ein Wasserhahn der Experimentierfreude nicht stand. Diesmal sind  - mal wieder - die Wasserhähne im Badezimmer der Jungs und die Dusche im Badezimmer der Mädchen. Auch das Abwasserrohr vom oberen Bad ist schon seit einiger Zeit leck und sorgt bei 37  Grad Hitze für einen unangenehmen Gestank. Die Freude ist groß, als unser "Fundi" - ein Klempner - die Sachen alle repariert. Ich appelliere an die Vernunft der Kinder.  Gebetsmühlenartig wiederhole ich: „Bitte macht nicht immer alles kaputt“. Alle nicken, die pubertierenden Jungs schauen sich schuldbewusst und reumütig an und ich weiß doch, dass beim nächsten Besuch sicher wieder irgendetwas defekt sein wird. Hakuna matata. So ist es halt. 

Fotogalerie MiRO April 2017

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Sa

26

Nov

2016

Asante sana! Vielen Dank für die Geschenke!

von Vera Fleig

 

Schon Wochen vorher sind alle Kinder des MiRO Heims und auch die Angestellten voller Vorfreude. Diese Freude ist ansteckend! Ende November feiern wir wie bereits in den vergangenen Jahren den gemeinsamen Geburtstag der Kinder. Die letzten Monate hat Help for MiRO e.V. in Deutschland Sachspenden gesammelt, damit auch jedes Kind am Geburtstag ein Geschenk bekommt. Besonderer Dank gilt Frau J.Bechler, die für jedes Kind einen Turnbeutel genäht hat, sowie der Firma Med-El und den Paten der Kinder, die dafür gesorgt haben, dass die Beutel mit Federmäppchen, Stiften, Radiergummis, Malbüchern und anderen kleinen Geschenken gefüllt werden konnten. Mit schwer bepackten Koffern reisten mein Lebensgefährte Stefan, meine Schwester Nadine und ich im November wieder nach Kenia, um dieses Fest mit allen Kindern und vielen Besuchern zu feiern. Besonders freut uns, dass auch die Pflegekinder wie z.B. Terry und Serena wieder mit ihren Pflegeeltern dabei sein können. 

Auf den Bildern könnt Ihr die Freude der Kinder sehen, über die lieben Geburtstagskarten, die Poster von zwei Schulklassen aus Köln, die Geschenke- aber eben auch die Freude darüber, dass Menschen am anderen Ende der Welt an sie denken!

Ganz herzlichen Dank an alle Spender, die dies möglich machen und das Projekt mit Geld- oder Sachspenden, mit guten Ideen und viel Liebe unterstützen! 

Wir wünschen allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

So

24

Jul

2016

Endlich eigenes Wasser!

von Vera Fleig

 

Im Juli haben Stefan und ich erneut das MiRO Waisenhaus in Kenia besucht und haben Euch ein paar Fotos und Eindrücke aus Kenia mitgebracht. Die 35 Kinder freuten sich riesig über unseren Besuch. Zum Glück waren 29 der Kinder tagsüber in der Schule, so dass wir in Ruhe einiges im Heim erledigen konnten. An den Nachmittagen und am Wochenende blieb dann jedoch genügend Zeit mit den Kindern.

 

In den letzten Monaten hatten wir immer wieder sehr hohe Wasserrechnungen und das, obwohl im November alle für uns sichtbaren Lecks in den Leitungen geflickt wurden. Im März haben Stefan und ich mit der Vermieterin vereinbart, dass im Heim ein Bohrloch gebaut wird.

Inzwischen wurde das Bohrloch fertiggestellt und die Wasserleitungen ins Haus verlegt, so dass das Heim von der Wasserversorgung durch die Stadt unabhängig ist und die Wasserversorgung sichergestellt ist. Nie mehr Tage an denen das Wasser von der Stadt einfach abgestellt werden kann und nie mehr unvorhergesehen hohe Rechnungen.

Was noch blieb, war die sehr hohe rückständige Wasserrechnung, die Mama Josephine schwer zu schaffen machte. Daher fuhren wir in die Innenstadt Mombasas und trafen uns dort mit dem verantwortlichen Mitarbeiter vom Wasseramt. Da das Wasser bereits Anfang Mai 

 

abgestellt wurde, wunderten wir uns sehr, dass die Rechnung seitdem angeblich nochmals weiter angestiegen sei. Vorerst bezahlte Help for MiRO e.V. die ausstehende Rechnung nur bis Ende April.

Während des Aufenthaltes veranlassten wir die dringend notwendigen Reparaturen im Jungs- und Mädchen-Badezimmer. Denn bei 35 Kindern und Jugendlichen,  geht schon mal einiges kaputt. Die Duschschläuche und -köpfe mussten komplett erneuert werden, der Toilettensitz im Jungsbad wurde ausgetauscht und beide Badezimmer und Rohre wurden grundgereinigt. Die Freude bei Angestellten und Kindern war groß, dass endlich wieder alles funktioniert und alle haben sich vorgenommen in Zukunft noch besser aufzupassen.

 

Zur Begeisterung der Kinder installierte Stefan vor den Fenstern im Eingangsbereich Solarglühbirnen, so dass abends auch bei den leider immer noch häufigen Stromausfällen ein kleines Notlicht leuchtet.

 

Am Wochenende war es dann endlich soweit- der lang ersehnte Strandausflug fand statt. Darauf hatten sich die Kinder die ganze Woche über gefreut. Inzwischen müssen wir 2 Minibusse anmieten, um alle Kinder an den Strand zu fahren. Die Kinder nahmen die schönen, neuen gespendeten Badesachen und Handtücher mit. Danke an all die Spender aus Düsseldorf, Hamburg, Wuppertal und Blaubeuren. Es wurde ein ausgelassener und fröhlicher Tag.

 

Die Zeit ging wie immer viel zu schnell vorbei und wir mussten versprechen bald wieder zu kommen.

Einige Eindrücke aus dem Kinderheim

Reparaturarbeiten im Heim

Der Strandausflug- danke an die Spender!!!

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Mo

18

Apr

2016

Hallo? Jemand Zuhause?

Leah strahlt.
Leah strahlt.

Wie wild hämmere ich ans Tor. Ich pfeife. Und rufe. Nix passiert. Seit 15 Minuten stehe ich vor dem MiRO-Heim und komm`nicht rein. Selber schuld, denke ich bei mir und wische mir den Schweiß von der Stirn. Wer unangemeldet kommt, den erwartet auch keiner. 

Durch den Spalt im großen gußeisernen Tor kann ich ins Schlafzimmer der Jungs schauen. Ich sehe Isaac in seinem Hochbett schlafen. „Iiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaaaaac, Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaac“ „Helloooooo, Iiiiiiisaaaaaaaaaaaaac“, rufe ich, was meine Lungen hergeben.

Nichts rührt sich. Scheinbar halten auch die Angestellten ein Schläfchen. Mehr als ein kleines Wuffen kriegt selbst Haushund Tiger nicht zustande. Und Heimleiterin Josephine scheint auch nicht da zu sein. Zumindest ist ihr Auto nicht zu sehen.

Ich rufe. Und warte. Klopfe. Und warte. Isaac schlummert selig. Plötzlich regt sich hinter Isaac etwas. Es ist Joshua. Er sieht nur meine weißen Füße unter dem Tor hindurch. Ich rufe: „Hey Joshua, Surprise, guess who is here.“

Stille. Ich winke durch den Spalt. „Nadine?“ „Yes“. „Naaaaaaaadine, it is Nadine“, schreit er und ich sehe, wie sich viele Köpfe erheben und die ganze Meute erwacht.

Hausmann Mike öffnet mir. Schlaftrunken hüpfen mir die Jungs entgegen. Die Kleinen schauen völlig entgeistert drein. Ein Jahr ist es her, dass ich die Kinder besucht habe, doch vergessen hat mich scheinbar keiner. Selbst der kleine Jonah ruft meinen Namen und fällt mir um den Hals. 

Im oberen Stockwerk schlafen die Mädchen noch. Im Babyzimmer sitzen zwei der Hausmütter und bewachen die schlummernden Babys. Eine andere Hausmutter wäscht hinterm Haus die Wäsche.

 Bis auf ein paar umherfliegende Klamotten und Schuhe, sowie ein kaputter Schrank und ein marodes Klo scheint alles in bester Ordnung. Die Kinder sind happy. Ich bin es auch :) 

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So

30

Jul

2017

Von Hamsterkäufen vor den Wahlen, vier neuen Babies und vom langersehnten Landkauf

 

von Vera Fleig

 

Am 8.August wird in Kenia eine neue Regierung gewählt. Die Bevölkerung ist jetzt schon in heller Aufregung. Es wird befürchtet, dass es wie bereits bei vergangenen Wahlen wieder Unruhen geben wird.
Kurz vor den Wahlen reisen mein Mann Stefan und ich Mitte Juli nochmals nach Kenia und besuchen in unserem Sommerurlaub das Kinderheim.
Bei der Vereinssitzung von Help for MiRO im Juni 2017 hatten die Mitglieder einstimmig beschlossen, dass wir die Heimleiterin vor Ort mit Lebensmittelspenden unterstützen sollen. Aufgrund der anhaltenden Lebensmittelkrise in ganz Ostafrika und den nun bevorstehenden Wahlen, bei denen erwartet wird, dass die Geschäfte für Wochen geschlossen bleiben, sind wir zu Hamsterkäufen losgezogen. Zwar überweist Help for MiRO  3000 Euro pro Monat zur Finanzierung des Heims, doch aufgrund der momentanen Lebensmittelknappheit, den stark steigenden Lebensmittelpreisen und der Angst vor den Wahlen wollten wir alle auf Nummer sicher gehen.
Daher haben wir die Speisekammer mit u.a. 250kg Reis, 50l Öl, 50kg Zucker, 20kg Nudeln etc. aufgefüllt.
Während der Wahlen bleiben die Schulen und Ämter geschlossen, bis sich die neue Regierung gebildet hat. Viele Geschäfte machen wochenlang zu und auch die Trinkwasser-und Stromversorgung seien häufig unterbrochen. Es herrscht große Unsicherheit im ganzen Land.
Help for MiRO kauft daher einen Stromgenerator sowie 2 zusätzliche 2500l Wassertanks, die vor den Wahlen mit Trinkwasser aufgefüllt werden.
Gute Vorbereitung ist wichtig, denn im Kinderheim leben momentan 38 Kinder. Am 18.Juli wurde während unserer Zeit vor Ort vom Jugendamt ein erst 2 Tage alter Säugling ins Heim gebracht. Der Junge wurde im Krankenhaus geboren und dann von seiner Mutter aus unbekannten Gründen zurückgelassen. Wahrscheinlich, weil sie ihrem Baby als Teenagermama keine Zukunft schenken kann. Die Hausmütter haben nun alle Hände voll zu tun, denn es leben momentan 4 Kinder unter 6 Monaten im Heim.
Immer wieder werden Säuglinge auf dem Müll ausgesetzt, im Krankenhaus zurückgelassen oder die Mutter verstirbt bei der Geburt. Viele Kinderheime lehnen die Aufnahme von so kleinen Kindern ab, da die Versorgung schwierig und teuer ist. Das Babymilchpulver gibt es nur in der Stadt zu kaufen und das ist sehr teuer. Die medizinische Versorgung von Säuglingen, die in den Tropen häufig an Infektionskrankheiten leiden, ist ebenfalls sehr teuer und aufwendig.
Im MiRO-Heim finden diese Babies einen Zufluchtsort. Die Heimleiterin versucht  gemeinsam mit den Hausmüttern, die Säuglinge aufzupeppeln. Nachdem die kritischsten ersten 6 Monate dann überstanden sind, wird versucht eine passende kenianische Pflegefamilie zu finden. So konnte vor kurzem die kleine Gabriela bei einer kinderlosen, kenianischen Lehrerfamilie ein wundervolles zuhause finden.
Nicht alle Kinder haben dieses Glück. Gerade behinderte Kinder, Kinder mit Tuberkulose oder anderen Infektionskrankheiten sind in Kenia kaum vermittelbar. Sie  werden voraussichtlich im MiRO-Heim ein dauerhaftes zuhause finden.

Da die MiRO Familie weiter wächst und die Kinder größer werden, ist die Hoffnung und Sehnsucht nach einem eigenen Haus mit mehr Platz größer als je zuvor. Dank einer für den Landkauf zweckgebundenen Großspende von einem deutschen Ehepaar rückt dieser Traum vom eigenen Land nun in greifbare Nähe. Nur 10 min zu Fuß vom jetzigen Mietshaus entfernt haben wir bei einem unserer letzten Aufenthalte ein kleines Grundstück entdeckt, das zum Verkauf steht. Ein Grundstück, auf dem problemlos Wasser- und Strom angeschlossen werden kann und das bereits jetzt von den Kindern als Spielplatz und Garten genutzt werden kann. Vor Ort haben wir im Namen von Help for MiRO e.V. nun alles juristisch notwendige organisiert, um dieses Land für die Kinder zu kaufen. Wir hoffen, dass die Wahlen ruhig verlaufen. Und dass Help for MiRO nach den Wahlen endlich den notwendigen Grundbucheintrag (title deed) erhält und dank hoffentlich vieler, vieler Spenden mit dem Bau eines eigenen Hauses für die Kinder beginnen kann. 

 

Fr

28

Apr

2017

Hungernsot, Malaria und ganz viel Glück

Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.
Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.

Staub wirbelt durch die glühende Hitze. Eigentlich sollte hier grünes Gras sprießen. Eigentlich müsste der Weg in die Klinik um diese Jahreszeit vor lauter Schlamm kaum befahrbar sein. Eigentlich. Doch es herrscht Ausnahmezustand. Selbst hier in der so fruchtbaren Küstenregion Kenias hat es seit Monaten nicht ausreichend geregnet. Kaum 12 Stunden nach meiner für alle überraschenden Ankunft im MiRO-Kinderheim sind wir mit vier Kindern auf dem staubigen Weg ins Krankenhaus. Zwei Mal Durchfall und zwei Mal Fieber lauten die Beschwerden.

Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.
Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.

 Vorbei bei an Müllbergen, in denen knochige Kühe nach etwas Essbarem suchen, entlang an kleinen Wellblechhüttchen, erreichen wird die Child Welfare Klinik. Im von Palmen umsäumten Aufenthaltsbereich liegen und sitzen auf den Bänken und auf dem Boden in bunte Tücher gekleidete Frauen mit ihren für den Arztbesuch herausgeputzten Kindern. Mädchen in Tüllkleidern, Jungen in Hemdchen. Wir haben Glück, da Hausmutter Florence regelmäßig mit einem erkrankten MiRO-Kind vor der Tür steht - bei 36 Kindern ist das wenig verwunderlich - kommen wir schnell dran.

Zuerst werden Gewicht und Größe der Kinder gecheckt. Dann Fieber gemessen.  Während sich die beiden Mütter, die vor uns an der Reihe sind, mit ohrenbetäubenden Geschrei und heftiger Gegenwehr auseinandersetzen müssen, sobald ihren Kindern das Thermometer unter die Achsel geklemmt wird, lassen unsere Kleinen die Prozedur ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen.  Wenn man als Baby einfach auf den Müll geworfen wurde oder sich mutterseelenallein bettelnd auf der Straße durchgeschlagen hat, kann einem eben so ein kleines Thermometer nichts anhaben. Und auch das Blutabnehmen für den Malariatest ertragen die Kids tapfer.  

Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.
Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.

 Insgesamt sechs Stunden sind wir an diesem Tag in Sachen Kindergesundheit unterwegs. Denn in dieser Klinik funktioniert das Labor nicht. Deshalb müssen wir in ein anderes fahren, wo eine nette Dame die kleinen Blutstropfen unter dem Mikroskop auf Malaria-Erreger untersucht. Stuhlprobe wird heute nix mehr. Also verdinge ich mich am nächsten Tag als „Poopoo-Transport“ und bringe per Motorrad-Taxi Stuhlproben zur Untersuchung.  Diagnose des Arztbesuches: Einmal Malaria und zwei Mal Magen-Darm-Infekt. Das gerade fünf Monate alte Baby namens Gift (engl. Geschenk), das wenige Wochen  nach seiner Geburt ausgesetzt wurde, hat Fieber, weil es seine Zähnchen bekommt. Nach wenigen Tagen medikamentösn er Behandlung der kleinen Patienten darf ich noch während meines Aufenthaltes miterleben, wie es den Kindern besser geht.

Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.
Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.

Nicht nur wegen der guten medizinischen Versorgung hier bin ich froh, dass sich das MiRO-Kinderheim an der Küste Kenias befindet. Vor allem angesichts der katastrophalen Dürre und ihren verheerenden Auswirkungen in 23 von 47 Bezirken Kenias. Bereits im Februar hatte der kenianische Präsident den Katastrophenzustand ausgerufen. Laut Behörde sind 2,7 Millionen Bürger des Landes auf Hilfe angewiesen. 

Hilfsorganisationen mahnen, dass in ganz Ostafrika  zwölf Millionen Menschen vom Tod bedroht, wenn sie keine Lebensmittelhilfe erhalten.

 

Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.
Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.

In der Küstenregion rund um Mombasa macht sich die Dürre vor allem durch eine Lebensmittelknappheit und eine extreme Preissteigerung bemerkbar. „Die Preise für Lebensmittel haben sich verdoppelt, manche Sachen sind auf dem Markt überhaupt nicht mehr bekommen“, berichtet Heimleiterin Josephine Mutisya. Um so wichtiger wäre nun, ein eigenes Stück Land zu haben, wo man selbst Mais und andere Nahrungsmittel anbauen könnte. Denn noch immer besteht die Hoffnung auf den erlösenden Regen und die so wichtigen Früchte, die er mit sich bringt.

Jonah hat Spaß beim malen.
Jonah hat Spaß beim malen.

 Die 36 MiRO-Kinder im Alter von fünf Monaten bis zu 16 Jahren merken nichts von dem Ausnahmezustand den die Regierung im Januar ausgerufen hat. Sie haben gerade Schulferien und sind für jede Form der Abwechslung dankbar. Vormittags versuche ich Nachhilfe zu geben, ohne an dem Krach zu verzweifeln. Eins ist sicher: Der Schweigefuchs ist in Kenia auf verlorenem Posten. Und: Ich bin nicht zur Lehrerin geboren! Aber die Großen helfen mir tatkräftig, die Kleinen zu bändigen.  Nachmittags versuchen wir, der Enge des ummauerten Wohnhauses, das nun seit vier Jahren als Kinderheim genutzt wird zu entfliehen. Vor allem die heranwachsenden Jungs müssen sich austoben. Also geht’s auf ein benachbartes Feld zum Fußballspielen.

Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.
Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.

 Die Kinder freuen sich über die von mir mitgebrachten Freizeitschuhe aus Deutschland, die liebe Freunde gespendet haben. Aufgeregt rennen selbst die Kleinen mit ihren neuen Sandalen umher und jubeln (Siehe Fotogalerie). Doch auch für die Schule, die in zwei Wochen wieder losgeht, müssen neue Schuhe herbei. Denn die schwarzen Lederschuhe, die zur Uniform gehören, sind bei den meisten voller Löcher.  Also stellen sich  die Jungen und Mädchen barfuß der Reihe nach auf ein Stück Papier und bestaunen, dass Bob, der Älteste, mit einem Stift die Umrisse ihrer Füße abzeichnet.  Für 120 Euro kaufe ich neue, schöne Schuhe. Hurra, die Schule kann kommen. 

Das defekte Abwasserrohr wird repariert.
Das defekte Abwasserrohr wird repariert.

36 kleine und große Wirbelwinde auf so engem Raum zusammen, entfachen vor allem in den Ferien eine große Zerstörungskraft. Immer geht etwas kaputt. Mal ist es eine Glühbirne, die einem Fußball zum Opfer fällt, mal hält ein Wasserhahn der Experimentierfreude nicht stand. Diesmal sind  - mal wieder - die Wasserhähne im Badezimmer der Jungs und die Dusche im Badezimmer der Mädchen. Auch das Abwasserrohr vom oberen Bad ist schon seit einiger Zeit leck und sorgt bei 37  Grad Hitze für einen unangenehmen Gestank. Die Freude ist groß, als unser "Fundi" - ein Klempner - die Sachen alle repariert. Ich appelliere an die Vernunft der Kinder.  Gebetsmühlenartig wiederhole ich: „Bitte macht nicht immer alles kaputt“. Alle nicken, die pubertierenden Jungs schauen sich schuldbewusst und reumütig an und ich weiß doch, dass beim nächsten Besuch sicher wieder irgendetwas defekt sein wird. Hakuna matata. So ist es halt. 

Fotogalerie MiRO April 2017

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Sa

26

Nov

2016

Asante sana! Vielen Dank für die Geschenke!

von Vera Fleig

 

Schon Wochen vorher sind alle Kinder des MiRO Heims und auch die Angestellten voller Vorfreude. Diese Freude ist ansteckend! Ende November feiern wir wie bereits in den vergangenen Jahren den gemeinsamen Geburtstag der Kinder. Die letzten Monate hat Help for MiRO e.V. in Deutschland Sachspenden gesammelt, damit auch jedes Kind am Geburtstag ein Geschenk bekommt. Besonderer Dank gilt Frau J.Bechler, die für jedes Kind einen Turnbeutel genäht hat, sowie der Firma Med-El und den Paten der Kinder, die dafür gesorgt haben, dass die Beutel mit Federmäppchen, Stiften, Radiergummis, Malbüchern und anderen kleinen Geschenken gefüllt werden konnten. Mit schwer bepackten Koffern reisten mein Lebensgefährte Stefan, meine Schwester Nadine und ich im November wieder nach Kenia, um dieses Fest mit allen Kindern und vielen Besuchern zu feiern. Besonders freut uns, dass auch die Pflegekinder wie z.B. Terry und Serena wieder mit ihren Pflegeeltern dabei sein können. 

Auf den Bildern könnt Ihr die Freude der Kinder sehen, über die lieben Geburtstagskarten, die Poster von zwei Schulklassen aus Köln, die Geschenke- aber eben auch die Freude darüber, dass Menschen am anderen Ende der Welt an sie denken!

Ganz herzlichen Dank an alle Spender, die dies möglich machen und das Projekt mit Geld- oder Sachspenden, mit guten Ideen und viel Liebe unterstützen! 

Wir wünschen allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

So

24

Jul

2016

Endlich eigenes Wasser!

von Vera Fleig

 

Im Juli haben Stefan und ich erneut das MiRO Waisenhaus in Kenia besucht und haben Euch ein paar Fotos und Eindrücke aus Kenia mitgebracht. Die 35 Kinder freuten sich riesig über unseren Besuch. Zum Glück waren 29 der Kinder tagsüber in der Schule, so dass wir in Ruhe einiges im Heim erledigen konnten. An den Nachmittagen und am Wochenende blieb dann jedoch genügend Zeit mit den Kindern.

 

In den letzten Monaten hatten wir immer wieder sehr hohe Wasserrechnungen und das, obwohl im November alle für uns sichtbaren Lecks in den Leitungen geflickt wurden. Im März haben Stefan und ich mit der Vermieterin vereinbart, dass im Heim ein Bohrloch gebaut wird.

Inzwischen wurde das Bohrloch fertiggestellt und die Wasserleitungen ins Haus verlegt, so dass das Heim von der Wasserversorgung durch die Stadt unabhängig ist und die Wasserversorgung sichergestellt ist. Nie mehr Tage an denen das Wasser von der Stadt einfach abgestellt werden kann und nie mehr unvorhergesehen hohe Rechnungen.

Was noch blieb, war die sehr hohe rückständige Wasserrechnung, die Mama Josephine schwer zu schaffen machte. Daher fuhren wir in die Innenstadt Mombasas und trafen uns dort mit dem verantwortlichen Mitarbeiter vom Wasseramt. Da das Wasser bereits Anfang Mai 

 

abgestellt wurde, wunderten wir uns sehr, dass die Rechnung seitdem angeblich nochmals weiter angestiegen sei. Vorerst bezahlte Help for MiRO e.V. die ausstehende Rechnung nur bis Ende April.

Während des Aufenthaltes veranlassten wir die dringend notwendigen Reparaturen im Jungs- und Mädchen-Badezimmer. Denn bei 35 Kindern und Jugendlichen,  geht schon mal einiges kaputt. Die Duschschläuche und -köpfe mussten komplett erneuert werden, der Toilettensitz im Jungsbad wurde ausgetauscht und beide Badezimmer und Rohre wurden grundgereinigt. Die Freude bei Angestellten und Kindern war groß, dass endlich wieder alles funktioniert und alle haben sich vorgenommen in Zukunft noch besser aufzupassen.

 

Zur Begeisterung der Kinder installierte Stefan vor den Fenstern im Eingangsbereich Solarglühbirnen, so dass abends auch bei den leider immer noch häufigen Stromausfällen ein kleines Notlicht leuchtet.

 

Am Wochenende war es dann endlich soweit- der lang ersehnte Strandausflug fand statt. Darauf hatten sich die Kinder die ganze Woche über gefreut. Inzwischen müssen wir 2 Minibusse anmieten, um alle Kinder an den Strand zu fahren. Die Kinder nahmen die schönen, neuen gespendeten Badesachen und Handtücher mit. Danke an all die Spender aus Düsseldorf, Hamburg, Wuppertal und Blaubeuren. Es wurde ein ausgelassener und fröhlicher Tag.

 

Die Zeit ging wie immer viel zu schnell vorbei und wir mussten versprechen bald wieder zu kommen.

Einige Eindrücke aus dem Kinderheim

Reparaturarbeiten im Heim

Der Strandausflug- danke an die Spender!!!

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Mo

18

Apr

2016

Hallo? Jemand Zuhause?

Leah strahlt.
Leah strahlt.

Wie wild hämmere ich ans Tor. Ich pfeife. Und rufe. Nix passiert. Seit 15 Minuten stehe ich vor dem MiRO-Heim und komm`nicht rein. Selber schuld, denke ich bei mir und wische mir den Schweiß von der Stirn. Wer unangemeldet kommt, den erwartet auch keiner. 

Durch den Spalt im großen gußeisernen Tor kann ich ins Schlafzimmer der Jungs schauen. Ich sehe Isaac in seinem Hochbett schlafen. „Iiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaaaaac, Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaac“ „Helloooooo, Iiiiiiisaaaaaaaaaaaaac“, rufe ich, was meine Lungen hergeben.

Nichts rührt sich. Scheinbar halten auch die Angestellten ein Schläfchen. Mehr als ein kleines Wuffen kriegt selbst Haushund Tiger nicht zustande. Und Heimleiterin Josephine scheint auch nicht da zu sein. Zumindest ist ihr Auto nicht zu sehen.

Ich rufe. Und warte. Klopfe. Und warte. Isaac schlummert selig. Plötzlich regt sich hinter Isaac etwas. Es ist Joshua. Er sieht nur meine weißen Füße unter dem Tor hindurch. Ich rufe: „Hey Joshua, Surprise, guess who is here.“

Stille. Ich winke durch den Spalt. „Nadine?“ „Yes“. „Naaaaaaaadine, it is Nadine“, schreit er und ich sehe, wie sich viele Köpfe erheben und die ganze Meute erwacht.

Hausmann Mike öffnet mir. Schlaftrunken hüpfen mir die Jungs entgegen. Die Kleinen schauen völlig entgeistert drein. Ein Jahr ist es her, dass ich die Kinder besucht habe, doch vergessen hat mich scheinbar keiner. Selbst der kleine Jonah ruft meinen Namen und fällt mir um den Hals. 

Im oberen Stockwerk schlafen die Mädchen noch. Im Babyzimmer sitzen zwei der Hausmütter und bewachen die schlummernden Babys. Eine andere Hausmutter wäscht hinterm Haus die Wäsche.

 Bis auf ein paar umherfliegende Klamotten und Schuhe, sowie ein kaputter Schrank und ein marodes Klo scheint alles in bester Ordnung. Die Kinder sind happy. Ich bin es auch :) 

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Do

26

Nov

2015

Alle packen mit an- ein neues Schlafzimmer, eine Hütte für Hund „Tiger“ und endlich wieder Wasser!

Dank der Spenden von Jan’s Familie und Freunden konnten wir bei unserem Aufenthalt im November vieles bewegt werden.

17 Jungs in einem Schlafraum, das ist definitiv zu viel. Da einige der kleinen Jungs aus dem Babyzimmer zu den größeren Jungs umgezogen sind, wird es nun ziemlich eng.

Daher hat meine Schwester Nadine Fleig, von Beruf Architektin, sich sofort des Problems angenommen.

Ein kleiner Raum im Erdgeschoß, der momentan eher als Lagerraum genutzt wird, ist die Lösung.

Als erstes wird im Hinterhof ein überdachtes Regal gebaut, wo die Kohle und andere Sachen gelagert werden können. Die Jungs sind Feuer und Flamme, schließlich wollen sie unbedingt ein zweites Zimmer. Also packen alle mit an und innerhalb von einem Nachmittag ist der Lagerraum leegeräumt.

Die Freunde und Familie von Jan, der das Kinderheim viele Jahre unterstützt hat, haben in Gedenken an ihn Geld gespendet. Mit diesem Geld ist es uns nun möglich, das neue Schlafzimmer einzurichten. Wir kaufen in Mombasa bei einem Schreiner zwei 120cm breite Stockbetten, die nur einen Tag später geliefert und vor Ort zusammengebaut werden.

Dazu wird noch Maß genommen und ein Schrank für das Mädchenzimmer, ein Küchenschrank und ein Schuhregal gezimmert.  Auch die Mädchen bekommen neue Matratzen. Alle sind aufgeregt und können die Fertigstellung kaum erwarten.

 

Noch einer wartet.  „Tiger“, der halbverhungerte Hund, der seit einigen Wochen im Kinderheim Zuflucht fand, hat es vor allem in der Regenzeit schwer.

Der kleine Garten des MiRO- Heims verwandelt sich dann nämlich in eine Schlammwiese.

Architektin Nadine zeichnet eine Hundehütte auf Stelzen. Der „Fundi“ (Suaheli für jegliche Art Handwerker) staunt nicht schlecht, so was hat er noch nie gebaut. Aber innerhalb eines Tages wird die Hütte fertig und „Tiger“  zieht ein.

 

Ein weiteres Problem, das wir gleich bei unserer Ankunft feststellen:  das Wasser im Haus musste abgestellt werden! Der Koch und die Hausmütter müssen das Wasser vom Aussentank mit Kanistern ins Haus schleppen. Ein untragbarer Zustand!

Die meisten Armaturen und Wasseranschlüsse im Haus sind defekt. Wir nehmen also Kontakt mit dem Fundi für Wasser auf. Wenige Tage später klettert Architektin Nadine mit den Wasser-Fundis aufs Dach, um den Wassertank dort zu untersuchen und danach werden alle Wasseranschlüsse/Waschbecken/Toiletten überprüft.

Innerhalb von zwei Wochen werden die Armarturen erneuert, neue Dichtungsringe eingebaut und Rohre ausgewechselt. Die Freude vor allem bei Koch Felix, ist riesig, als das Wasser wieder läuft. Im nächsten Jahr wollen wir zwei der Toiletten umbauen lassen und kindgerechter machen.

 

Am Tag unserer Abreise ist es dann soweit. Die Betten sind aufgebaut und die Matratzen geliefert. Bob, der älteste Junge im Heim, holt seine Kurbeltaschenlampe, damit wir besseres Licht haben, um die Moskitonetze zu befestigen.

Strahlende Gesichter!

Und ein in seiner neuen Hütte bereits selig schlummernder Hund.

In nur kurzer Zeit konnten wir dank der Spenden vieles im Heim verbessern.

 

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So

30

Jul

2017

Von Hamsterkäufen vor den Wahlen, vier neuen Babies und vom langersehnten Landkauf

 

von Vera Fleig

 

Am 8.August wird in Kenia eine neue Regierung gewählt. Die Bevölkerung ist jetzt schon in heller Aufregung. Es wird befürchtet, dass es wie bereits bei vergangenen Wahlen wieder Unruhen geben wird.
Kurz vor den Wahlen reisen mein Mann Stefan und ich Mitte Juli nochmals nach Kenia und besuchen in unserem Sommerurlaub das Kinderheim.
Bei der Vereinssitzung von Help for MiRO im Juni 2017 hatten die Mitglieder einstimmig beschlossen, dass wir die Heimleiterin vor Ort mit Lebensmittelspenden unterstützen sollen. Aufgrund der anhaltenden Lebensmittelkrise in ganz Ostafrika und den nun bevorstehenden Wahlen, bei denen erwartet wird, dass die Geschäfte für Wochen geschlossen bleiben, sind wir zu Hamsterkäufen losgezogen. Zwar überweist Help for MiRO  3000 Euro pro Monat zur Finanzierung des Heims, doch aufgrund der momentanen Lebensmittelknappheit, den stark steigenden Lebensmittelpreisen und der Angst vor den Wahlen wollten wir alle auf Nummer sicher gehen.
Daher haben wir die Speisekammer mit u.a. 250kg Reis, 50l Öl, 50kg Zucker, 20kg Nudeln etc. aufgefüllt.
Während der Wahlen bleiben die Schulen und Ämter geschlossen, bis sich die neue Regierung gebildet hat. Viele Geschäfte machen wochenlang zu und auch die Trinkwasser-und Stromversorgung seien häufig unterbrochen. Es herrscht große Unsicherheit im ganzen Land.
Help for MiRO kauft daher einen Stromgenerator sowie 2 zusätzliche 2500l Wassertanks, die vor den Wahlen mit Trinkwasser aufgefüllt werden.
Gute Vorbereitung ist wichtig, denn im Kinderheim leben momentan 38 Kinder. Am 18.Juli wurde während unserer Zeit vor Ort vom Jugendamt ein erst 2 Tage alter Säugling ins Heim gebracht. Der Junge wurde im Krankenhaus geboren und dann von seiner Mutter aus unbekannten Gründen zurückgelassen. Wahrscheinlich, weil sie ihrem Baby als Teenagermama keine Zukunft schenken kann. Die Hausmütter haben nun alle Hände voll zu tun, denn es leben momentan 4 Kinder unter 6 Monaten im Heim.
Immer wieder werden Säuglinge auf dem Müll ausgesetzt, im Krankenhaus zurückgelassen oder die Mutter verstirbt bei der Geburt. Viele Kinderheime lehnen die Aufnahme von so kleinen Kindern ab, da die Versorgung schwierig und teuer ist. Das Babymilchpulver gibt es nur in der Stadt zu kaufen und das ist sehr teuer. Die medizinische Versorgung von Säuglingen, die in den Tropen häufig an Infektionskrankheiten leiden, ist ebenfalls sehr teuer und aufwendig.
Im MiRO-Heim finden diese Babies einen Zufluchtsort. Die Heimleiterin versucht  gemeinsam mit den Hausmüttern, die Säuglinge aufzupeppeln. Nachdem die kritischsten ersten 6 Monate dann überstanden sind, wird versucht eine passende kenianische Pflegefamilie zu finden. So konnte vor kurzem die kleine Gabriela bei einer kinderlosen, kenianischen Lehrerfamilie ein wundervolles zuhause finden.
Nicht alle Kinder haben dieses Glück. Gerade behinderte Kinder, Kinder mit Tuberkulose oder anderen Infektionskrankheiten sind in Kenia kaum vermittelbar. Sie  werden voraussichtlich im MiRO-Heim ein dauerhaftes zuhause finden.

Da die MiRO Familie weiter wächst und die Kinder größer werden, ist die Hoffnung und Sehnsucht nach einem eigenen Haus mit mehr Platz größer als je zuvor. Dank einer für den Landkauf zweckgebundenen Großspende von einem deutschen Ehepaar rückt dieser Traum vom eigenen Land nun in greifbare Nähe. Nur 10 min zu Fuß vom jetzigen Mietshaus entfernt haben wir bei einem unserer letzten Aufenthalte ein kleines Grundstück entdeckt, das zum Verkauf steht. Ein Grundstück, auf dem problemlos Wasser- und Strom angeschlossen werden kann und das bereits jetzt von den Kindern als Spielplatz und Garten genutzt werden kann. Vor Ort haben wir im Namen von Help for MiRO e.V. nun alles juristisch notwendige organisiert, um dieses Land für die Kinder zu kaufen. Wir hoffen, dass die Wahlen ruhig verlaufen. Und dass Help for MiRO nach den Wahlen endlich den notwendigen Grundbucheintrag (title deed) erhält und dank hoffentlich vieler, vieler Spenden mit dem Bau eines eigenen Hauses für die Kinder beginnen kann. 

 

Fr

28

Apr

2017

Hungernsot, Malaria und ganz viel Glück

Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.
Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.

Staub wirbelt durch die glühende Hitze. Eigentlich sollte hier grünes Gras sprießen. Eigentlich müsste der Weg in die Klinik um diese Jahreszeit vor lauter Schlamm kaum befahrbar sein. Eigentlich. Doch es herrscht Ausnahmezustand. Selbst hier in der so fruchtbaren Küstenregion Kenias hat es seit Monaten nicht ausreichend geregnet. Kaum 12 Stunden nach meiner für alle überraschenden Ankunft im MiRO-Kinderheim sind wir mit vier Kindern auf dem staubigen Weg ins Krankenhaus. Zwei Mal Durchfall und zwei Mal Fieber lauten die Beschwerden.

Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.
Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.

 Vorbei bei an Müllbergen, in denen knochige Kühe nach etwas Essbarem suchen, entlang an kleinen Wellblechhüttchen, erreichen wird die Child Welfare Klinik. Im von Palmen umsäumten Aufenthaltsbereich liegen und sitzen auf den Bänken und auf dem Boden in bunte Tücher gekleidete Frauen mit ihren für den Arztbesuch herausgeputzten Kindern. Mädchen in Tüllkleidern, Jungen in Hemdchen. Wir haben Glück, da Hausmutter Florence regelmäßig mit einem erkrankten MiRO-Kind vor der Tür steht - bei 36 Kindern ist das wenig verwunderlich - kommen wir schnell dran.

Zuerst werden Gewicht und Größe der Kinder gecheckt. Dann Fieber gemessen.  Während sich die beiden Mütter, die vor uns an der Reihe sind, mit ohrenbetäubenden Geschrei und heftiger Gegenwehr auseinandersetzen müssen, sobald ihren Kindern das Thermometer unter die Achsel geklemmt wird, lassen unsere Kleinen die Prozedur ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen.  Wenn man als Baby einfach auf den Müll geworfen wurde oder sich mutterseelenallein bettelnd auf der Straße durchgeschlagen hat, kann einem eben so ein kleines Thermometer nichts anhaben. Und auch das Blutabnehmen für den Malariatest ertragen die Kids tapfer.  

Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.
Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.

 Insgesamt sechs Stunden sind wir an diesem Tag in Sachen Kindergesundheit unterwegs. Denn in dieser Klinik funktioniert das Labor nicht. Deshalb müssen wir in ein anderes fahren, wo eine nette Dame die kleinen Blutstropfen unter dem Mikroskop auf Malaria-Erreger untersucht. Stuhlprobe wird heute nix mehr. Also verdinge ich mich am nächsten Tag als „Poopoo-Transport“ und bringe per Motorrad-Taxi Stuhlproben zur Untersuchung.  Diagnose des Arztbesuches: Einmal Malaria und zwei Mal Magen-Darm-Infekt. Das gerade fünf Monate alte Baby namens Gift (engl. Geschenk), das wenige Wochen  nach seiner Geburt ausgesetzt wurde, hat Fieber, weil es seine Zähnchen bekommt. Nach wenigen Tagen medikamentösn er Behandlung der kleinen Patienten darf ich noch während meines Aufenthaltes miterleben, wie es den Kindern besser geht.

Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.
Dank der Unterstützung aus Deutschland müssen die MiRO-Kinder kein Hunger leiden.

Nicht nur wegen der guten medizinischen Versorgung hier bin ich froh, dass sich das MiRO-Kinderheim an der Küste Kenias befindet. Vor allem angesichts der katastrophalen Dürre und ihren verheerenden Auswirkungen in 23 von 47 Bezirken Kenias. Bereits im Februar hatte der kenianische Präsident den Katastrophenzustand ausgerufen. Laut Behörde sind 2,7 Millionen Bürger des Landes auf Hilfe angewiesen. 

Hilfsorganisationen mahnen, dass in ganz Ostafrika  zwölf Millionen Menschen vom Tod bedroht, wenn sie keine Lebensmittelhilfe erhalten.

 

Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.
Trockenheit: Frauen tragen Holz auf den Köpfen nach Hause.

In der Küstenregion rund um Mombasa macht sich die Dürre vor allem durch eine Lebensmittelknappheit und eine extreme Preissteigerung bemerkbar. „Die Preise für Lebensmittel haben sich verdoppelt, manche Sachen sind auf dem Markt überhaupt nicht mehr bekommen“, berichtet Heimleiterin Josephine Mutisya. Um so wichtiger wäre nun, ein eigenes Stück Land zu haben, wo man selbst Mais und andere Nahrungsmittel anbauen könnte. Denn noch immer besteht die Hoffnung auf den erlösenden Regen und die so wichtigen Früchte, die er mit sich bringt.

Jonah hat Spaß beim malen.
Jonah hat Spaß beim malen.

 Die 36 MiRO-Kinder im Alter von fünf Monaten bis zu 16 Jahren merken nichts von dem Ausnahmezustand den die Regierung im Januar ausgerufen hat. Sie haben gerade Schulferien und sind für jede Form der Abwechslung dankbar. Vormittags versuche ich Nachhilfe zu geben, ohne an dem Krach zu verzweifeln. Eins ist sicher: Der Schweigefuchs ist in Kenia auf verlorenem Posten. Und: Ich bin nicht zur Lehrerin geboren! Aber die Großen helfen mir tatkräftig, die Kleinen zu bändigen.  Nachmittags versuchen wir, der Enge des ummauerten Wohnhauses, das nun seit vier Jahren als Kinderheim genutzt wird zu entfliehen. Vor allem die heranwachsenden Jungs müssen sich austoben. Also geht’s auf ein benachbartes Feld zum Fußballspielen.

Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.
Abby freut sich über ihre neuen Schuhe.

 Die Kinder freuen sich über die von mir mitgebrachten Freizeitschuhe aus Deutschland, die liebe Freunde gespendet haben. Aufgeregt rennen selbst die Kleinen mit ihren neuen Sandalen umher und jubeln (Siehe Fotogalerie). Doch auch für die Schule, die in zwei Wochen wieder losgeht, müssen neue Schuhe herbei. Denn die schwarzen Lederschuhe, die zur Uniform gehören, sind bei den meisten voller Löcher.  Also stellen sich  die Jungen und Mädchen barfuß der Reihe nach auf ein Stück Papier und bestaunen, dass Bob, der Älteste, mit einem Stift die Umrisse ihrer Füße abzeichnet.  Für 120 Euro kaufe ich neue, schöne Schuhe. Hurra, die Schule kann kommen. 

Das defekte Abwasserrohr wird repariert.
Das defekte Abwasserrohr wird repariert.

36 kleine und große Wirbelwinde auf so engem Raum zusammen, entfachen vor allem in den Ferien eine große Zerstörungskraft. Immer geht etwas kaputt. Mal ist es eine Glühbirne, die einem Fußball zum Opfer fällt, mal hält ein Wasserhahn der Experimentierfreude nicht stand. Diesmal sind  - mal wieder - die Wasserhähne im Badezimmer der Jungs und die Dusche im Badezimmer der Mädchen. Auch das Abwasserrohr vom oberen Bad ist schon seit einiger Zeit leck und sorgt bei 37  Grad Hitze für einen unangenehmen Gestank. Die Freude ist groß, als unser "Fundi" - ein Klempner - die Sachen alle repariert. Ich appelliere an die Vernunft der Kinder.  Gebetsmühlenartig wiederhole ich: „Bitte macht nicht immer alles kaputt“. Alle nicken, die pubertierenden Jungs schauen sich schuldbewusst und reumütig an und ich weiß doch, dass beim nächsten Besuch sicher wieder irgendetwas defekt sein wird. Hakuna matata. So ist es halt. 

Fotogalerie MiRO April 2017

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Sa

26

Nov

2016

Asante sana! Vielen Dank für die Geschenke!

von Vera Fleig

 

Schon Wochen vorher sind alle Kinder des MiRO Heims und auch die Angestellten voller Vorfreude. Diese Freude ist ansteckend! Ende November feiern wir wie bereits in den vergangenen Jahren den gemeinsamen Geburtstag der Kinder. Die letzten Monate hat Help for MiRO e.V. in Deutschland Sachspenden gesammelt, damit auch jedes Kind am Geburtstag ein Geschenk bekommt. Besonderer Dank gilt Frau J.Bechler, die für jedes Kind einen Turnbeutel genäht hat, sowie der Firma Med-El und den Paten der Kinder, die dafür gesorgt haben, dass die Beutel mit Federmäppchen, Stiften, Radiergummis, Malbüchern und anderen kleinen Geschenken gefüllt werden konnten. Mit schwer bepackten Koffern reisten mein Lebensgefährte Stefan, meine Schwester Nadine und ich im November wieder nach Kenia, um dieses Fest mit allen Kindern und vielen Besuchern zu feiern. Besonders freut uns, dass auch die Pflegekinder wie z.B. Terry und Serena wieder mit ihren Pflegeeltern dabei sein können. 

Auf den Bildern könnt Ihr die Freude der Kinder sehen, über die lieben Geburtstagskarten, die Poster von zwei Schulklassen aus Köln, die Geschenke- aber eben auch die Freude darüber, dass Menschen am anderen Ende der Welt an sie denken!

Ganz herzlichen Dank an alle Spender, die dies möglich machen und das Projekt mit Geld- oder Sachspenden, mit guten Ideen und viel Liebe unterstützen! 

Wir wünschen allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

So

24

Jul

2016

Endlich eigenes Wasser!

von Vera Fleig

 

Im Juli haben Stefan und ich erneut das MiRO Waisenhaus in Kenia besucht und haben Euch ein paar Fotos und Eindrücke aus Kenia mitgebracht. Die 35 Kinder freuten sich riesig über unseren Besuch. Zum Glück waren 29 der Kinder tagsüber in der Schule, so dass wir in Ruhe einiges im Heim erledigen konnten. An den Nachmittagen und am Wochenende blieb dann jedoch genügend Zeit mit den Kindern.

 

In den letzten Monaten hatten wir immer wieder sehr hohe Wasserrechnungen und das, obwohl im November alle für uns sichtbaren Lecks in den Leitungen geflickt wurden. Im März haben Stefan und ich mit der Vermieterin vereinbart, dass im Heim ein Bohrloch gebaut wird.

Inzwischen wurde das Bohrloch fertiggestellt und die Wasserleitungen ins Haus verlegt, so dass das Heim von der Wasserversorgung durch die Stadt unabhängig ist und die Wasserversorgung sichergestellt ist. Nie mehr Tage an denen das Wasser von der Stadt einfach abgestellt werden kann und nie mehr unvorhergesehen hohe Rechnungen.

Was noch blieb, war die sehr hohe rückständige Wasserrechnung, die Mama Josephine schwer zu schaffen machte. Daher fuhren wir in die Innenstadt Mombasas und trafen uns dort mit dem verantwortlichen Mitarbeiter vom Wasseramt. Da das Wasser bereits Anfang Mai 

 

abgestellt wurde, wunderten wir uns sehr, dass die Rechnung seitdem angeblich nochmals weiter angestiegen sei. Vorerst bezahlte Help for MiRO e.V. die ausstehende Rechnung nur bis Ende April.

Während des Aufenthaltes veranlassten wir die dringend notwendigen Reparaturen im Jungs- und Mädchen-Badezimmer. Denn bei 35 Kindern und Jugendlichen,  geht schon mal einiges kaputt. Die Duschschläuche und -köpfe mussten komplett erneuert werden, der Toilettensitz im Jungsbad wurde ausgetauscht und beide Badezimmer und Rohre wurden grundgereinigt. Die Freude bei Angestellten und Kindern war groß, dass endlich wieder alles funktioniert und alle haben sich vorgenommen in Zukunft noch besser aufzupassen.

 

Zur Begeisterung der Kinder installierte Stefan vor den Fenstern im Eingangsbereich Solarglühbirnen, so dass abends auch bei den leider immer noch häufigen Stromausfällen ein kleines Notlicht leuchtet.

 

Am Wochenende war es dann endlich soweit- der lang ersehnte Strandausflug fand statt. Darauf hatten sich die Kinder die ganze Woche über gefreut. Inzwischen müssen wir 2 Minibusse anmieten, um alle Kinder an den Strand zu fahren. Die Kinder nahmen die schönen, neuen gespendeten Badesachen und Handtücher mit. Danke an all die Spender aus Düsseldorf, Hamburg, Wuppertal und Blaubeuren. Es wurde ein ausgelassener und fröhlicher Tag.

 

Die Zeit ging wie immer viel zu schnell vorbei und wir mussten versprechen bald wieder zu kommen.

Einige Eindrücke aus dem Kinderheim

Reparaturarbeiten im Heim

Der Strandausflug- danke an die Spender!!!

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Mo

18

Apr

2016

Hallo? Jemand Zuhause?

Leah strahlt.
Leah strahlt.

Wie wild hämmere ich ans Tor. Ich pfeife. Und rufe. Nix passiert. Seit 15 Minuten stehe ich vor dem MiRO-Heim und komm`nicht rein. Selber schuld, denke ich bei mir und wische mir den Schweiß von der Stirn. Wer unangemeldet kommt, den erwartet auch keiner. 

Durch den Spalt im großen gußeisernen Tor kann ich ins Schlafzimmer der Jungs schauen. Ich sehe Isaac in seinem Hochbett schlafen. „Iiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaaaaac, Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaac“ „Helloooooo, Iiiiiiisaaaaaaaaaaaaac“, rufe ich, was meine Lungen hergeben.

Nichts rührt sich. Scheinbar halten auch die Angestellten ein Schläfchen. Mehr als ein kleines Wuffen kriegt selbst Haushund Tiger nicht zustande. Und Heimleiterin Josephine scheint auch nicht da zu sein. Zumindest ist ihr Auto nicht zu sehen.

Ich rufe. Und warte. Klopfe. Und warte. Isaac schlummert selig. Plötzlich regt sich hinter Isaac etwas. Es ist Joshua. Er sieht nur meine weißen Füße unter dem Tor hindurch. Ich rufe: „Hey Joshua, Surprise, guess who is here.“

Stille. Ich winke durch den Spalt. „Nadine?“ „Yes“. „Naaaaaaaadine, it is Nadine“, schreit er und ich sehe, wie sich viele Köpfe erheben und die ganze Meute erwacht.

Hausmann Mike öffnet mir. Schlaftrunken hüpfen mir die Jungs entgegen. Die Kleinen schauen völlig entgeistert drein. Ein Jahr ist es her, dass ich die Kinder besucht habe, doch vergessen hat mich scheinbar keiner. Selbst der kleine Jonah ruft meinen Namen und fällt mir um den Hals. 

Im oberen Stockwerk schlafen die Mädchen noch. Im Babyzimmer sitzen zwei der Hausmütter und bewachen die schlummernden Babys. Eine andere Hausmutter wäscht hinterm Haus die Wäsche.

 Bis auf ein paar umherfliegende Klamotten und Schuhe, sowie ein kaputter Schrank und ein marodes Klo scheint alles in bester Ordnung. Die Kinder sind happy. Ich bin es auch :) 

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Do

26

Nov

2015

Alle packen mit an- ein neues Schlafzimmer, eine Hütte für Hund „Tiger“ und endlich wieder Wasser!

Dank der Spenden von Jan’s Familie und Freunden konnten wir bei unserem Aufenthalt im November vieles bewegt werden.

17 Jungs in einem Schlafraum, das ist definitiv zu viel. Da einige der kleinen Jungs aus dem Babyzimmer zu den größeren Jungs umgezogen sind, wird es nun ziemlich eng.

Daher hat meine Schwester Nadine Fleig, von Beruf Architektin, sich sofort des Problems angenommen.

Ein kleiner Raum im Erdgeschoß, der momentan eher als Lagerraum genutzt wird, ist die Lösung.

Als erstes wird im Hinterhof ein überdachtes Regal gebaut, wo die Kohle und andere Sachen gelagert werden können. Die Jungs sind Feuer und Flamme, schließlich wollen sie unbedingt ein zweites Zimmer. Also packen alle mit an und innerhalb von einem Nachmittag ist der Lagerraum leegeräumt.

Die Freunde und Familie von Jan, der das Kinderheim viele Jahre unterstützt hat, haben in Gedenken an ihn Geld gespendet. Mit diesem Geld ist es uns nun möglich, das neue Schlafzimmer einzurichten. Wir kaufen in Mombasa bei einem Schreiner zwei 120cm breite Stockbetten, die nur einen Tag später geliefert und vor Ort zusammengebaut werden.

Dazu wird noch Maß genommen und ein Schrank für das Mädchenzimmer, ein Küchenschrank und ein Schuhregal gezimmert.  Auch die Mädchen bekommen neue Matratzen. Alle sind aufgeregt und können die Fertigstellung kaum erwarten.

 

Noch einer wartet.  „Tiger“, der halbverhungerte Hund, der seit einigen Wochen im Kinderheim Zuflucht fand, hat es vor allem in der Regenzeit schwer.

Der kleine Garten des MiRO- Heims verwandelt sich dann nämlich in eine Schlammwiese.

Architektin Nadine zeichnet eine Hundehütte auf Stelzen. Der „Fundi“ (Suaheli für jegliche Art Handwerker) staunt nicht schlecht, so was hat er noch nie gebaut. Aber innerhalb eines Tages wird die Hütte fertig und „Tiger“  zieht ein.

 

Ein weiteres Problem, das wir gleich bei unserer Ankunft feststellen:  das Wasser im Haus musste abgestellt werden! Der Koch und die Hausmütter müssen das Wasser vom Aussentank mit Kanistern ins Haus schleppen. Ein untragbarer Zustand!

Die meisten Armaturen und Wasseranschlüsse im Haus sind defekt. Wir nehmen also Kontakt mit dem Fundi für Wasser auf. Wenige Tage später klettert Architektin Nadine mit den Wasser-Fundis aufs Dach, um den Wassertank dort zu untersuchen und danach werden alle Wasseranschlüsse/Waschbecken/Toiletten überprüft.

Innerhalb von zwei Wochen werden die Armarturen erneuert, neue Dichtungsringe eingebaut und Rohre ausgewechselt. Die Freude vor allem bei Koch Felix, ist riesig, als das Wasser wieder läuft. Im nächsten Jahr wollen wir zwei der Toiletten umbauen lassen und kindgerechter machen.

 

Am Tag unserer Abreise ist es dann soweit. Die Betten sind aufgebaut und die Matratzen geliefert. Bob, der älteste Junge im Heim, holt seine Kurbeltaschenlampe, damit wir besseres Licht haben, um die Moskitonetze zu befestigen.

Strahlende Gesichter!

Und ein in seiner neuen Hütte bereits selig schlummernder Hund.

In nur kurzer Zeit konnten wir dank der Spenden vieles im Heim verbessern.

 

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Sa

21

Nov

2015

35 Kinder feiern Geburtstag

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen. Das MiRO-Kinderheim feiert seinen sechsten Geburtstag und an diesem Tag wird auch der Geburtstag der Kinder gefeiert. Denn bei den meisten Kindern, die vom Jugendamt ins Miro-Heim gebracht werden, ist das Geburtsdatum unbekannt.

Viele Gäste sind eingeladen und auch die Kinder, die inzwischen in Pflegefamilien wohnen, reisen an.

Gemeinsam mit meinem Lebensgefährten Dr.Stefan Blaser und erstmalig mit meiner Schwester Nadine Fleig bin ich wie jedes Jahr hier und bereite mit Heimleiterin Josephine die Feier vor. 

Meine Schwester bastelt mit den Kindern die Deko und schmückt das ganze Haus. Ihre Freundin Anna aus Hamburg hat für jedes Kind eine Hose oder ein Kleid genäht. Wir bemalen und bestempeln mit den Kindern für jeden einen Turnbeutel, in die die mitgebrachten Geschenke gefüllt werden.

Nadine hat 2 Koffer voll mit Sachspenden nach Kenia mitgebracht, so dass die Kinder am Geburtstag alle schöne Schuhe anhaben.


Es ist ein toller Tag. Die Kinder lachen und freuen sich über das gute Essen, die Musik, die Torte und natürlich die Geschenke! "Wow!", das hören wir heute sehr oft, als die Kinder feststellen, dass eine Frau aus Deutschland extra für sie Kleidung genäht hat. 

Wir danken allen, die durch ihre Spenden diesen Tag möglich gemacht haben. 

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So

30

Jul

2017

Von Hamsterkäufen vor den Wahlen, vier neuen Babies und vom langersehnten Landkauf

 

von Vera Fleig

 

Am 8.August wird in Kenia eine neue Regierung gewählt. Die Bevölkerung ist jetzt schon in heller Aufregung. Es wird befürchtet, dass es wie bereits bei vergangenen Wahlen wieder Unruhen geben wird.
Kurz vor den Wahlen reisen mein Mann Stefan und ich Mitte Juli nochmals nach Kenia und besuchen in unserem Sommerurlaub das Kinderheim.
Bei der Vereinssitzung von Help for MiRO im Juni 2017 hatten die Mitglieder einstimmig beschlossen, dass wir die Heimleiterin vor Ort mit Lebensmittelspenden unterstützen sollen. Aufgrund der anhaltenden Lebensmittelkrise in ganz Ostafrika und den nun bevorstehenden Wahlen, bei denen erwartet wird, dass die Geschäfte für Wochen geschlossen bleiben, sind wir zu Hamsterkäufen losgezogen. Zwar überweist Help for MiRO  3000 Euro pro Monat zur Finanzierung des Heims, doch aufgrund der momentanen Lebensmittelknappheit, den stark steigenden Lebensmittelpreisen und der Angst vor den Wahlen wollten wir alle auf Nummer sicher gehen.
Daher haben wir die Speisekammer mit u.a. 250kg Reis, 50l Öl, 50kg Zucker, 20kg Nudeln etc. aufgefüllt.
Während der Wahlen bleiben die Schulen und Ämter geschlossen, bis sich die neue Regierung gebildet hat. Viele Geschäfte machen wochenlang zu und auch die Trinkwasser-und Stromversorgung seien häufig unterbrochen. Es herrscht große Unsicherheit im ganzen Land.
Help for MiRO kauft daher einen Stromgenerator sowie 2 zusätzliche 2500l Wassertanks, die vor den Wahlen mit Trinkwasser aufgefüllt werden.
Gute Vorbereitung ist wichtig, denn im Kinderheim leben momentan 38 Kinder. Am 18.Juli wurde während unserer Zeit vor Ort vom Jugendamt ein erst 2 Tage alter Säugling ins Heim gebracht. Der Junge wurde im Krankenhaus geboren und dann von seiner Mutter aus unbekannten Gründen zurückgelassen. Wahrscheinlich, weil sie ihrem Baby als Teenagermama keine Zukunft schenken kann. Die Hausmütter haben nun alle Hände voll zu tun, denn es leben momentan 4 Kinder unter 6 Monaten im Heim.
Immer wieder werden Säuglinge auf dem Müll ausgesetzt, im Krankenhaus zurückgelassen oder die Mutter verstirbt bei der Geburt. Viele Kinderheime lehnen die Aufnahme von so kleinen Kindern ab, da die Versorgung schwierig und teuer ist. Das Babymilchpulver gibt es nur in der Stadt zu kaufen und das ist sehr teuer. Die medizinische Versorgung von Säuglingen, die in den Tropen häufig an Infektionskrankheiten leiden, ist ebenfalls sehr teuer und aufwendig.
Im MiRO-Heim finden diese Babies einen Zufluchtsort. Die Heimleiterin versucht  gemeinsam mit den Hausmüttern, die Säuglinge aufzupeppeln. Nachdem die kritischsten ersten 6 Monate dann überstanden sind, wird versucht eine passende kenianische Pflegefamilie zu finden. So konnte vor kurzem die kleine Gabriela bei einer kinderlosen, kenianischen Lehrerfamilie ein wundervolles zuhause finden.
Nicht alle Kinder haben dieses Glück. Gerade behinderte Kinder, Kinder mit Tuberkulose oder anderen Infektionskrankheiten sind in Kenia kaum vermittelbar. Sie  werden voraussichtlich im MiRO-Heim ein dauerhaftes zuhause finden.

Da die MiRO Familie weiter wächst und die Kinder größer werden, ist die Hoffnung und Sehnsucht nach einem eigenen Haus mit mehr Platz größer als je zuvor. Dank einer für den Landkauf zweckgebundenen Großspende von einem deutschen Ehepaar rückt dieser Traum vom eigenen Land nun in greifbare Nähe. Nur 10 min zu Fuß vom jetzigen Mietshaus entfernt haben wir bei einem unserer letzten Aufenthalte ein kleines Grundstück entdeckt, das zum Verkauf steht. Ein Grundstück, auf dem problemlos Wasser- und Strom angeschlossen werden kann und das bereits jetzt von den Kindern als Spielplatz und Garten genutzt werden kann. Vor Ort haben wir im Namen von Help for MiRO e.V. nun alles juristisch notwendige organisiert, um dieses Land für die Kinder zu kaufen. Wir hoffen, dass die Wahlen ruhig verlaufen. Und dass Help for MiRO nach den Wahlen endlich den notwendigen Grundbucheintrag (title deed) erhält und dank hoffentlich vieler, vieler Spenden mit dem Bau eines eigenen Hauses für die Kinder beginnen kann. 

 

Fr

28

Apr

2017

Hungernsot, Malaria und ganz viel Glück

Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.
Staubtrocken ist die eigentlich so grüne Wiese draußen vor dem MiRO-Heim. Auch in der sonst so regenreichen Region ist die Dürre bemerkbar.

Staub wirbelt durch die glühende Hitze. Eigentlich sollte hier grünes Gras sprießen. Eigentlich müsste der Weg in die Klinik um diese Jahreszeit vor lauter Schlamm kaum befahrbar sein. Eigentlich. Doch es herrscht Ausnahmezustand. Selbst hier in der so fruchtbaren Küstenregion Kenias hat es seit Monaten nicht ausreichend geregnet. Kaum 12 Stunden nach meiner für alle überraschenden Ankunft im MiRO-Kinderheim sind wir mit vier Kindern auf dem staubigen Weg ins Krankenhaus. Zwei Mal Durchfall und zwei Mal Fieber lauten die Beschwerden.

Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.
Im Wartebereich der "Child Welfare" Klinik liegen Patienten auf den Bänken und warten auf den Arzt.

 Vorbei bei an Müllbergen, in denen knochige Kühe nach etwas Essbarem suchen, entlang an kleinen Wellblechhüttchen, erreichen wird die Child Welfare Klinik. Im von Palmen umsäumten Aufenthaltsbereich liegen und sitzen auf den Bänken und auf dem Boden in bunte Tücher gekleidete Frauen mit ihren für den Arztbesuch herausgeputzten Kindern. Mädchen in Tüllkleidern, Jungen in Hemdchen. Wir haben Glück, da Hausmutter Florence regelmäßig mit einem erkrankten MiRO-Kind vor der Tür steht - bei 36 Kindern ist das wenig verwunderlich - kommen wir schnell dran.

Zuerst werden Gewicht und Größe der Kinder gecheckt. Dann Fieber gemessen.  Während sich die beiden Mütter, die vor uns an der Reihe sind, mit ohrenbetäubenden Geschrei und heftiger Gegenwehr auseinandersetzen müssen, sobald ihren Kindern das Thermometer unter die Achsel geklemmt wird, lassen unsere Kleinen die Prozedur ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen.  Wenn man als Baby einfach auf den Müll geworfen wurde oder sich mutterseelenallein bettelnd auf der Straße durchgeschlagen hat, kann einem eben so ein kleines Thermometer nichts anhaben. Und auch das Blutabnehmen für den Malariatest ertragen die Kids tapfer.  

Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.
Hausmutter Florence gibt Baby Gift ein Fläschchen Milch, während die Arzthelferin Blut abnimmt.

 Insgesamt sechs Stunden sind wir an diesem Tag in Sachen Kindergesundheit unterwegs. Denn in dieser Klinik funktioniert das Labor nicht. Deshalb müssen wir in ein anderes fahren, wo eine nette Dame die kleinen Blutstropfen unter dem Mikroskop auf Malaria-Erreger untersucht. Stuhlprobe wird heute nix mehr. Also verdinge ich mich am nächsten Tag als „Poopoo-Transport“ und bringe per Motorrad-Taxi Stuhlproben zur Untersuchung.  Diagnose des Arztbesuches: Einmal Malaria und zwei Mal Magen-Darm-Infekt. Das gerade fünf Monate alte Baby namens Gift (engl. Geschenk), das wenige Wochen  nach seiner Geburt ausgesetzt wurde, hat Fieber, weil es seine Zähnchen bekommt. Nach wenigen Tagen medikamentösn er Behandlung der kleinen Patienten darf ich noch während meines Aufenthaltes miterleben, wie es den Kindern besser geht.

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Sa

26

Nov

2016

Asante sana! Vielen Dank für die Geschenke!

von Vera Fleig

 

Schon Wochen vorher sind alle Kinder des MiRO Heims und auch die Angestellten voller Vorfreude. Diese Freude ist ansteckend! Ende November feiern wir wie bereits in den vergangenen Jahren den gemeinsamen Geburtstag der Kinder. Die letzten Monate hat Help for MiRO e.V. in Deutschland Sachspenden gesammelt, damit auch jedes Kind am Geburtstag ein Geschenk bekommt. Besonderer Dank gilt Frau J.Bechler, die für jedes Kind einen Turnbeutel genäht hat, sowie der Firma Med-El und den Paten der Kinder, die dafür gesorgt haben, dass die Beutel mit Federmäppchen, Stiften, Radiergummis, Malbüchern und anderen kleinen Geschenken gefüllt werden konnten. Mit schwer bepackten Koffern reisten mein Lebensgefährte Stefan, meine Schwester Nadine und ich im November wieder nach Kenia, um dieses Fest mit allen Kindern und vielen Besuchern zu feiern. Besonders freut uns, dass auch die Pflegekinder wie z.B. Terry und Serena wieder mit ihren Pflegeeltern dabei sein können. 

Auf den Bildern könnt Ihr die Freude der Kinder sehen, über die lieben Geburtstagskarten, die Poster von zwei Schulklassen aus Köln, die Geschenke- aber eben auch die Freude darüber, dass Menschen am anderen Ende der Welt an sie denken!

Ganz herzlichen Dank an alle Spender, die dies möglich machen und das Projekt mit Geld- oder Sachspenden, mit guten Ideen und viel Liebe unterstützen! 

Wir wünschen allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

So

24

Jul

2016

Endlich eigenes Wasser!

von Vera Fleig

 

Im Juli haben Stefan und ich erneut das MiRO Waisenhaus in Kenia besucht und haben Euch ein paar Fotos und Eindrücke aus Kenia mitgebracht. Die 35 Kinder freuten sich riesig über unseren Besuch. Zum Glück waren 29 der Kinder tagsüber in der Schule, so dass wir in Ruhe einiges im Heim erledigen konnten. An den Nachmittagen und am Wochenende blieb dann jedoch genügend Zeit mit den Kindern.

 

In den letzten Monaten hatten wir immer wieder sehr hohe Wasserrechnungen und das, obwohl im November alle für uns sichtbaren Lecks in den Leitungen geflickt wurden. Im März haben Stefan und ich mit der Vermieterin vereinbart, dass im Heim ein Bohrloch gebaut wird.

Inzwischen wurde das Bohrloch fertiggestellt und die Wasserleitungen ins Haus verlegt, so dass das Heim von der Wasserversorgung durch die Stadt unabhängig ist und die Wasserversorgung sichergestellt ist. Nie mehr Tage an denen das Wasser von der Stadt einfach abgestellt werden kann und nie mehr unvorhergesehen hohe Rechnungen.

Was noch blieb, war die sehr hohe rückständige Wasserrechnung, die Mama Josephine schwer zu schaffen machte. Daher fuhren wir in die Innenstadt Mombasas und trafen uns dort mit dem verantwortlichen Mitarbeiter vom Wasseramt. Da das Wasser bereits Anfang Mai 

 

abgestellt wurde, wunderten wir uns sehr, dass die Rechnung seitdem angeblich nochmals weiter angestiegen sei. Vorerst bezahlte Help for MiRO e.V. die ausstehende Rechnung nur bis Ende April.

Während des Aufenthaltes veranlassten wir die dringend notwendigen Reparaturen im Jungs- und Mädchen-Badezimmer. Denn bei 35 Kindern und Jugendlichen,  geht schon mal einiges kaputt. Die Duschschläuche und -köpfe mussten komplett erneuert werden, der Toilettensitz im Jungsbad wurde ausgetauscht und beide Badezimmer und Rohre wurden grundgereinigt. Die Freude bei Angestellten und Kindern war groß, dass endlich wieder alles funktioniert und alle haben sich vorgenommen in Zukunft noch besser aufzupassen.

 

Zur Begeisterung der Kinder installierte Stefan vor den Fenstern im Eingangsbereich Solarglühbirnen, so dass abends auch bei den leider immer noch häufigen Stromausfällen ein kleines Notlicht leuchtet.

 

Am Wochenende war es dann endlich soweit- der lang ersehnte Strandausflug fand statt. Darauf hatten sich die Kinder die ganze Woche über gefreut. Inzwischen müssen wir 2 Minibusse anmieten, um alle Kinder an den Strand zu fahren. Die Kinder nahmen die schönen, neuen gespendeten Badesachen und Handtücher mit. Danke an all die Spender aus Düsseldorf, Hamburg, Wuppertal und Blaubeuren. Es wurde ein ausgelassener und fröhlicher Tag.

 

Die Zeit ging wie immer viel zu schnell vorbei und wir mussten versprechen bald wieder zu kommen.

Einige Eindrücke aus dem Kinderheim

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Mo

18

Apr

2016

Hallo? Jemand Zuhause?

Leah strahlt.
Leah strahlt.

Wie wild hämmere ich ans Tor. Ich pfeife. Und rufe. Nix passiert. Seit 15 Minuten stehe ich vor dem MiRO-Heim und komm`nicht rein. Selber schuld, denke ich bei mir und wische mir den Schweiß von der Stirn. Wer unangemeldet kommt, den erwartet auch keiner. 

Durch den Spalt im großen gußeisernen Tor kann ich ins Schlafzimmer der Jungs schauen. Ich sehe Isaac in seinem Hochbett schlafen. „Iiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaaaaac, Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaac“ „Helloooooo, Iiiiiiisaaaaaaaaaaaaac“, rufe ich, was meine Lungen hergeben.

Nichts rührt sich. Scheinbar halten auch die Angestellten ein Schläfchen. Mehr als ein kleines Wuffen kriegt selbst Haushund Tiger nicht zustande. Und Heimleiterin Josephine scheint auch nicht da zu sein. Zumindest ist ihr Auto nicht zu sehen.

Ich rufe. Und warte. Klopfe. Und warte. Isaac schlummert selig. Plötzlich regt sich hinter Isaac etwas. Es ist Joshua. Er sieht nur meine weißen Füße unter dem Tor hindurch. Ich rufe: „Hey Joshua, Surprise, guess who is here.“

Stille. Ich winke durch den Spalt. „Nadine?“ „Yes“. „Naaaaaaaadine, it is Nadine“, schreit er und ich sehe, wie sich viele Köpfe erheben und die ganze Meute erwacht.

Hausmann Mike öffnet mir. Schlaftrunken hüpfen mir die Jungs entgegen. Die Kleinen schauen völlig entgeistert drein. Ein Jahr ist es her, dass ich die Kinder besucht habe, doch vergessen hat mich scheinbar keiner. Selbst der kleine Jonah ruft meinen Namen und fällt mir um den Hals. 

Im oberen Stockwerk schlafen die Mädchen noch. Im Babyzimmer sitzen zwei der Hausmütter und bewachen die schlummernden Babys. Eine andere Hausmutter wäscht hinterm Haus die Wäsche.

 Bis auf ein paar umherfliegende Klamotten und Schuhe, sowie ein kaputter Schrank und ein marodes Klo scheint alles in bester Ordnung. Die Kinder sind happy. Ich bin es auch :) 

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Do

26

Nov

2015

Alle packen mit an- ein neues Schlafzimmer, eine Hütte für Hund „Tiger“ und endlich wieder Wasser!

Dank der Spenden von Jan’s Familie und Freunden konnten wir bei unserem Aufenthalt im November vieles bewegt werden.

17 Jungs in einem Schlafraum, das ist definitiv zu viel. Da einige der kleinen Jungs aus dem Babyzimmer zu den größeren Jungs umgezogen sind, wird es nun ziemlich eng.

Daher hat meine Schwester Nadine Fleig, von Beruf Architektin, sich sofort des Problems angenommen.

Ein kleiner Raum im Erdgeschoß, der momentan eher als Lagerraum genutzt wird, ist die Lösung.

Als erstes wird im Hinterhof ein überdachtes Regal gebaut, wo die Kohle und andere Sachen gelagert werden können.