Frohe Weihnachten und ein besseres neues Jahr

Liebe Freunde des MiRo-Heims,

Die Kleinsten des MiRO haben im März Masken geschenkt bekommen, die sie aber nur kurz fürs Foto aufgezogen haben ;)
Die Kleinsten des MiRO haben im März Masken geschenkt bekommen, die sie aber nur kurz fürs Foto aufgezogen haben ;)

 Ein hartes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie hat die Welt aus den Angeln gehoben. Auch unsere.

    Zum ersten Mal in zehn Jahren konnten weder Dr. Vera Fleig und Dr. Stefan Blaser, noch ich zu unserem Kinderhilfsprojekt fliegen und uns vor Ort davon überzeugen, wie es den Kindern geht.

 

Obwohl uns das unheimlich traurig gemacht hat, waren wir doch froh, über Telefon, Skype  oder WhatsApp Kontakt zu halten. Regelmäßig haben wir mit Heimleiterin Josephine und den Kindern schreiben oder sprechen können und waren so immer auf dem Laufenden.

 

Nadine sieht Josephine und die Kinder - und umgekehrt. Dank Facetime halten wir mit Josephine und den Kindern Kontakt.
Nadine sieht Josephine und die Kinder - und umgekehrt. Dank Facetime halten wir mit Josephine und den Kindern Kontakt.

 Die Corona-Pandemie hat Kenia hart getroffen. "Das Virus hat uns große Angst gemacht", sagt Heimleiterin Josephine. 

 Bereits im März ist das Land in einen strengen Lockdown gegangen. Die Schulen haben geschlossen und auch die MiRO-Kinder mussten von nun an von Zuhause lernen. Dafür musste aber erst einmal Equipment angeschafft werden.

Deshalb hat unser Verein Radios und Laptops gekauft. Die kleineren Kinder wurden von den Lehrern über spezielle Rundfunkprogramme Mithilfe des Radios unterrichtet. Die Älteren konnten Dank der Laptops am digitalen Unterricht ihrer Schule teilnehmen.

 

Die ältesten Jungen sitzen vor "Ihrem" Haus.
Die ältesten Jungen sitzen vor "Ihrem" Haus.

 Doch es gab ein weiteres Problem: auch die ältesten Kinder, die normalerweise auf weiterführenden Schulen in Internaten im Norden des Landes leben, wurden ins Heim zurückgeschickt. Und somit wurde der Platz mit 45 Kindern im Alter von 2 bis 18 Jahren viel zu knapp.

    Eltern, die ein paar Wochen im Homeoffice mit ihren Kindern waren, können sich vielleicht annähernd vorstellen, welche Spannungen entstehen, wenn 45 Kinder monatelang auf kleinstem Raum zuhause hocken müssen. Also haben wir in Absprache mit dem Jugendamt ein weiteres kleines Haus in der Nähe angemietet und die älteren Jungs ausquartiert. Dank zahlreicher Spenden war es uns möglich, die Miete zu bezahlen, Betten zu kaufen, Kühlschrank, Herd und andere lebenswichtige Einrichtungsgegenstände. Die sieben Jungs, die nun mit einem Hausvater zusammen in den kleinen Haus leben, sind nun zufrieden. Sie lernen kochen, kümmern sich selbst um den Haushalt und lernen so auf eigenen Beinen zu stehen.

Unter der Anleitung von Koch Felix lernen die Kinder, wie man Mais anbaut.
Unter der Anleitung von Koch Felix lernen die Kinder, wie man Mais anbaut.

 Dazu gehört auch Nahrungsmittel anzubauen. Im März wurde Kenia von einer Heuschreckenplage heimgesucht. Während der Corona-Pandemie sind die Lebensmittel-Preise zusätzlich extrem gestiegen. Um sich selbst zu versorgen, hat Josephine mit dem ältesten Jungs und ältesten Mädchen ein Landwirtschaftsprojekt aufgebaut. Auf einem nahegelegenen Acker bauen die MiRO-Kinder Mais, Spinat, Grünkohl, Kartoffeln an.

 

Das hilft nicht nur, sich selbst zu ernähren. Die Kinder lernen so auch, wie man Lebensmittel produziert und wie überlebenswichtig diese Fähigkeit in einer Krise ist. "Wir genießen die Zeit draußen und auch die körperliche Arbeit tut gut, wenn man ansonsten im Lockdown nicht viel tun kann", berichtet Bob, einer der ältesten Jungs am Telefon. 

 

Am neu ausgehobenen Brunnen holen die angehenden Jungbauern Wasser für die Maispflanzen.
Am neu ausgehobenen Brunnen holen die angehenden Jungbauern Wasser für die Maispflanzen.

 Zudem hat sich auch die Möglichkeit ergeben, dass sich die Jungen mit Farmarbeit ein kleines Taschengeld verdienen können. Sie ziehen Baumsetzlinge heran und verkaufen diese auf dem Markt. 

 Aufgrund der Hitze und Trockenheit war es unbedingt notwendig, für die Bewässerung der Pflanzen einen Brunnen zu bauen. Wir freuen uns sehr, dass Dank großzügiger Spender der Brunnen im Sommer gebaut werden konnte. 

 

Doch nicht nur diese Spende hat auch in diesem schwierigen Jahr das Leben der MiRO-Kinder erleichtert. Nur dank Euch, liebe Freunde, ist es möglich, weiterhin die Miete, die Hausmütter, den Koch, die Verpflegung und die medizinische Versorgung zu gewährleisten.
Das Röntgenbild macht es sichtbar: der Oberschenkel ist durch.
Das Röntgenbild macht es sichtbar: der Oberschenkel ist durch.

 Wie lebenswichtig ein finanzieller Puffer für medizinische Notfälle ist, haben wir im November gemerkt. Einer der älteren Jungs hatte einen schweren Unfall. Beim Klettern stürzte er von einer Mauer. Er brach sich den Oberschenkel und zog sich Kopf-und Gesichtsverletzungen zu. Ein Schock. Vor allem weil die Situation in den Krankenhäusern aufgrund der Corona-Pandemie noch katastrophaler war als ohnehin schon. Das erste Krankenhaus, in dem er notversorgt wurde, war für solch einen Eingriff nicht vorbereitet und eine Verlegung in ein Privatkrankenhaus war notwendig. Help for MiRO hat die Kosten für die Verlegung, die notwendige Operation und Nachbehandlung übernommen "Es waren die schlimmsten Stunden meines Lebens, den Jungen so leiden sehen zu müssen", erinnert sich Josephine. In einer Operation wurde sein Bein gerettet.

 

Erst im zweiten Krankenhaus konnte sein Oberschenkelbruch operiert werden.
Erst im zweiten Krankenhaus konnte sein Oberschenkelbruch operiert werden.

 "Den Röntgenbildern nach zu urteilen, ist die Operation gut verlaufen", sagt Ärztin Dr. Vera Fleig mit Hinblick auf die Röntgenbildern, die uns Josephine über WhatsApp weiterleitet.  Leider musste er bereits kurz nach der Operation das Krankenhaus verlassen, da Corona ausgebrochen war. Josephine organisierte, dass regelmäßig ein Arzt zuhause nach ihm sieht und die ersten Tage sich eine Krankenschwestern um ihn kümmert.

 

Nur ein kleines Geburtstagsfest für die MiRO-Kinder. Aufgrund von Corona ohne Gäste, aber mit lecker Essen.
Nur ein kleines Geburtstagsfest für die MiRO-Kinder. Aufgrund von Corona ohne Gäste, aber mit lecker Essen.

 Zum Geburtstag Ende November, dem 11.des Miro-Heims, konnte der 16-Jährige schon ein paar Schritte auf Krücken laufen. Weil nicht klar ist, wann die Kinder geboren wurden, wird im November eine große Geburtstagsfeier für alle veranstaltet. Eigentlich. Aufgrund der Corona - Pandemie gab es in diesem Jahr keine riesige Party mit Gästen. Stattdessen feierten die Kinder mit ihren Betreuern in kleiner Runde. Es gab einen Kuchen und Süßigkeiten - und viele glückliche Gesichter auf den Fotos, die wir geschickt bekamen. Wir hoffen sehr, dass wir im nächsten Jahr wieder live vor Ort dabei sein können.

 

Zuversichtlich ins neue Jahr: Mama Josephine mit einigen der Mädchen.
Zuversichtlich ins neue Jahr: Mama Josephine mit einigen der Mädchen.

Bis es aber soweit ist, beten wir dafür, dass alle gesund bleiben und die Corona-Pandemie bald ein Ende nimmt. Wir sind allen, die den Kindern des Miro-Heims ein besseres Leben in dieser schweren Zeit ermöglichen, von ganzem Herzen dankbar. Wir hoffen, dass die Kinder sich zu Weihnachten über das vom Verein geschickte 25kg Paket aus Deutschland freuen werden und die Kinder so wissen, dass wir in Gedanken bei ihnen sind.

 

Im Namen des Miro-Teams wünschen wir eine frohe Weihnacht und Gesundheit, Glück und Freude im neuen Jahr. 

 

Bleiben Sie, bleibt Ihr, bitte gesund und zuversichtlich.
Euer Help-for-MiRo-Team

 

       Nadine, Vera und die anderen

 

Help for MiRO e.V.

Spendenkonto:

 

Help for MiRO e.V.

Sparkasse Marburg -Biedenkopf

BLZ: 533 500 00

Kontonummer: 100072

IBAN: 

DE275335000000001000 72

 

BIC: HELADEF1MAR

 

MiRO is the short term for Mighty Redeemer Orphanage. The Mighty Redeemer Orphanage is a small children's home in a suburb of Mombasa, Kenya.

 Recently 38 children are living there. The youngest child was born in November 2014, the oldest two children were born in 2000.

The children had to suffer a lot in there young lives. Some of them have lost there parents because of AIDS. Some of them have been thrown onto dumpsites or left alone on the streets of Mombasa.

 

They have been misused and mistreaten. They have starved and suffered. In 2009 Josephine Mutisya decided to help these children in giving them what they need the most: the love and care of a family.

We are supporting this project since 2010.